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    Quartalsberichte zur Medienwirtschaft 1/2018

    Quartalsberichte zur Medienwirtschaft 1/2018

    Branchenübersichten

    Gutes von der Grosso-Front

    Beim Pressevertrieb hat es einen Kompromiss zwischen den Großkonzernen und dem Grossoverband gegeben; das Vertriebssystem bleibt damit vorerst erhalten. Auf dem hessischen Zeitungsmarkt sind mit dem Verkauf der „Frankfurter Rundschau“ und der „Frankfurter Neuen Presse“ an Ippen neue Fakten geschaffen worden. Die Umsätze mit Publikums- und Fachzeitschriften haben auf Vorjahresniveau gelegen. Auf dem Markt für Fernsehkabel droht ein Monopol: Kabel Deutschland und Unity Media wollen fusionieren. Das Kinogeschäft ist 2017 besser gelaufen als 2016, aber nicht so gut wie 2015. Das Online-Werbegeschäft wächst weiter.

    Konzernübersichten

    P7S1 gebiert Nucom 

    Bertelsmann und Axel Springer haben im vergangenen Jahr höhere Umsätze und Profite erzielt und fleißig neue Unternehmen gekauft. Für ProSiebenSat.1 gilt zwar das gleiche, dort musste aber beim dynamischsten Bereich, den Digitalplattformen, ein Finanzinvestor hereingeholt werden. Offenbar hat man nicht genug Geld, um dort die Entwicklung voranzutreiben. Burda hat sich 2017 zum viertgrößten deutschen Medienkonzern gemausert. Bauer und Funke haben Geschäftszahlen für 2016 veröffentlicht. Bei beiden gab es ein leichtes Umsatzminus. Der Wissenschaftsverlag Springer Nature, an dem die VG von Holtzbrinck die Mehrheit hält, will an die Börse gehen.

    Übernahmen und Beteiligungen

     Von Academia bis Zerotwonine

    Zwischen Januar und März 2018 wurden 40 Übernahmen, Beteiligungen und Gründungen von Gemeinschaftsunternehmen bekannt, an denen deutsche Medienunternehmen als Akteure auftraten. Davon gingen sechs auf das Konto von Bertelsmann. Neben kleineren Deals gab es etliche bedeutende. Dazu zählen die Übernahme des US-Buchverlags „Rodale“ durch Bertelsmann, der Komplettübernahme des Online-Erotikversands „Amorelie“ durch P7S1, der Verkauf der „Lausitzer Rundschau“ an die Neue Pressegesellschaft sowie der „Frankfurter Rundschau“ und der „Frankfurter Neuen Presse“ an Ippen, außerdem die Übernahme der „Brain Group“ durch Omnicom

    Ein Zeitungsstapel
    Foto/Grafik: ver.di Bundesverwaltung