Nachrichten

    Quartalsbericht 1/2015 zur Medienwirtschaft

    Quartalsbericht 1/2015 zur Medienwirtschaft

    Branchenübersicht

    Zentralisationsschub auf dem Arbeitsmarkt

    In Hessen ist im ersten Quartal 2015 der Zeitungsmarkt deutlich zentralisiert worden, nachdem Ähnliches im vergangenen Jahr in NRW stattgefunden hat. In Baden-Württemberg deutet sich eine ähnliche Entwicklung für den Sommer an. Gleichzeitig scheint es für die Zeitungsverlage eine Entspannung auf der Einnahmeseite zu geben: Die Talfahrt der Werbeerlöse ist zumindest vorübergehend gestoppt. Ähnliches gilt für die Zeitschriftenverlage. Die Umsätze im Buchhandel deuten leicht nach unten, auch Kinos und Heimkino hatten 2014 niedrigere Erlöse als im Vorjahr. Die Musikindustrie hingegen freut sich über zwei positive Jahre.

    Konzernübersichten

    Funke auf Schrumpfkurs

    Die Essener Funke-Gruppe hat zwischen 2002 und 2013 Umsatz und Belegschaft mehr als halbiert. Im vergangenen Jahr hat es wieder einen Zuwachs gegeben, aber nur infolge eines Großeinkaufs bei Springer. Typisch für die Medienkonzerne ist das aber nicht: Bertelsmann, Springer, Burda, ProSiebenSat.1 und andere melden wachsende Erlöse und – mit Ausnahme von Bertelsmann – Gewinne. Die Zahl der Übernahmen und Beteiligungen im deutschen Verlagswesen ist 2014 ebenfalls gestiegen und hat den Rekordwert von 2008 fest wieder erreicht.

    Übernahmen und Beteiligungen

    Von Atlas bis Wige

    In den ersten drei Monaten des neuen Jahres hat es Meldungen von 51 Übernahmen von oder Beteiligungen an Medienunternehmen gegeben. Dazu zählen viele kleinere Geschäfte, aber auch Transaktionen, die Auswirkungen auf die Märkte haben werden. Das gilt z. B. für die Fusion von „immonet“ und „immowelt“ durch Springer, Ippen und die Rheinische Post oder den Verkauf der Kuppelplattform „parship“ durch Holtzbrinck. Auch die Übernahme der Tomorrow Focus Publishing GmbH durch die Burda-Holdíng gehört hierzu.