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    Bildungsprogramm des Fachbereichs für 2021: Branchenseminare und politische Bildung

    Voller Kalender: Mit Optimismus in die neue Gewerkschaftsbildung - Regeln für Freistellungen

    15.09.2020

    Ein breites Angebot bietet das gerade erschienene Bildungsprogramm für den Fachbereich Medien, Kunst und Industrie. Branchenseminare für Betriebs- und Personalräte sowie Jugendvertretungen, Medienpolitik und Bildungsurlaub, Ökonomie und Konfliktschlichtung, Kulturen und Integration, Geschlechter- und Arbeitsverhältnisse: weitgefächert ist die Themenpalette für das Jahr 2021.

    Die 11. Medientage #Krassmedial fragen vom 4. bis 6. Juni am Berliner Wannsee: "Wie gestalten wir den Medienwandel?" Die 15. DruckerTage setzen Mitte Juni in Bielefeld wieder branchenübergreifend ein politisch, gesellschaftlich, gewerkschaftlich relevantes Thema auf die Tagesordnung.

    Verschiedene Branchenseminare wenden sich an Betriebs- und Personalrät*innen, zum Beispiel vom 25. bis 29. Oktober in Walsrode, wo es um "Arbeitsbedingungen in Redaktionsbetrieben - der Betriebsrat gestaltet mit" geht. Für die Schwerbehindertenvertreter*innen aus Zeitungs-, Zeitschriften- und Buchverlagen ist vom 13. bis 18. Juni ein Seminar in Gladenbach gedacht, für die bei den Zeitungszustellern zwei Seminare Ende Juni/Anfang Juli. und Mitte Oktober. Natürlich gibt es auch Seminare für die Personalratsmitglieder im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, so Ende September/Anfang Oktober am Berliner Wannsee sowie im Juli für die Jugendvertreter*innen dort.

    Freistellung für Mitglieder der Betriebs-, Peronal- und Jugendvertretungen

    Für diese Personalrats- und Betriebsratsseminare gibt es Freistellungsparagraphen, Informationen liefert das Bildungsprogramm dazu auf Seite 8 und auf Seite 31 ff. mit Mustervorlagen für den Beschluss des Gremiums, zur Mitteilung an den Arbeitgeber, Vollmachten zur Kostenübernahme und Reservierungsformular.

    Spezielle Seminarreihen bieten eine Fortbildung mit Zertifikat

    Zwei besondere Qualifizierungsreihen werden angeboten, um Kompetenzender Arbeitnehmer*innen systematisch auszubauen und durch ein (Hochschul-)Zertifikat zu bestätigen. Die Fortbildungsreihen richten sich an unterschiedliche Zielgruppen:

    • „Betriebliche Konfliktberaterin/betrieblicher Konfliktberater“: Qualifizierung für Mitglieder gesetzlicher Interessenvertretungen (und weitere Beschäftigte)
    • „Interessenvertretung als Berufung“: Weiterbildung für freigestellte Mitglieder sowie Vorsitzende und stellvertretende Vorsitzende von Betriebs- und Personalräten

    Die Qualifizierungsreihen bieten eine wissenschaftlich fundierte und zugleich sehr praxisorientierte Ausbildung.

    Zusätzlich zum Jahresurlaub noch (Bildungs-)Urlaub?!

    Interessant für alle ver.di-Mitglieder sind die politischen Seminare, die als Bildungsurlaub besucht werden können. Die Regeln dazu sind im Bildungsprogramm auf Seite 8 zu finden:

    Das ist ein gesetzlich gesicherter Anspruch für Arbeitnehmer*innen und in der Regel auch Auszubildende:

    • auf bezahlte Freistellung von der Arbeitsleistung durch den/die Arbeitgeber*in
    • für i. d. R. 5 Tage pro Jahr
    • zum Besuch von anerkannten (Bildungsurlaubs-)Seminaren
    • Voraussetzung ist ein im Bundesland (Arbeitsstätte) geltendes Bildungsurlaubsgesetz
    • Die Seminarkosten trägt in der Regel der/die Veranstalter*in, hier ver.di

    Zurzeit gibt’s Bildungsurlaubsgesetze in: 

    • Baden-Württemberg
    • Berlin
    • Brandenburg
    • Bremen
    • Hamburg
    • Hessen
    • Niedersachsen
    • Mecklenburg-Vorpommern
    • Nordrhein-Westfalen
    • Rheinland-Pfalz
    • Saarland
    • Sachsen-Anhalt
    • Schleswig-Holstein
    • Thüringen

    Aktuell gibt es kein entsprechendes Gesetz zur Freistellung für Bildungsurlaub in Bayern und Sachsen.

    Mehr Informationen zur Freistellung gibt es hier.

    Das Angebot für den Bildungsurlaub ist im Programm ab Seite 40 zu finden. Da geht es um den Menschen in Betrieb, Wirtschaft und Gesellschaft, um die politische Ökonomie oder um Fernsehen, Radio und Zeitung im digitalen Zeitalter. Der Umgang mit den sozialen Netzwerken ist ebenso Thema wie Falschmeldungen und Propaganda, "Hacktivismus" und digitale Informationsströme, Meinungsmache und Lobbyarbeit, der "gläserne Mensch", Geschlechter- und Arbeitsverhältnisse oder die Kunst der Integration und die Gesichter der Kulturen als Potenzial für die gesellschaftliche Entwicklung.
    sus

     

    Bildungsprogramm des Fachbereichs 8 für 2021

    Seminarprogramm des Fachbereichs Medien, Kunst und Industrie 2021
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