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    Urlaubsgeld von der VG-Wort

    Urlaubsgeld von der VG-Wort

    3. Juli 2019

    Viele der rund 246.000 wahrnehmungsberechtigten Autorinnen und Autoren der VG Wort konnten sich Anfang dieser Woche über einen kleinen Geldsegen freuen. Zusammen mit der regulären Hauptausschüttung wurden auch 170 Millionen Euro an Rückstellungen als Nachzahlung zu bereits erfolgten Ausschüttungen überwiesen.

    Das betrifft die Ausschüttungsjahre 2009 bis 2017, das heißt die Meldungen für die Jahre 2008 bis 2016, für die Autor*innen von geschriebenen Texten und die Ausschüttungsjahre 2013 bis 2016, das heißt die Meldungen für die Jahre 2012 bis 2015, für Autor*innen von audio- und audiovisuellen Werken.

    Grund für den verspäteten Geldsegen, der allerdings rechtzeitig zur Urlaubszeit kommt, sind Rücklagen, die während der Klage von Martin Vogel gegen die Beteiligung der Verlage an der VG Wort gebildet worden waren und die nun, nach der Bestätigung des Vogel-Urteils durch das Bundesverfassungsgericht im vergangenen Jahr, an die Autorinnen und Autoren verteilt werden.

    Einen kleinen Haken hat das Geldgeschenk allerdings: Die Ausschüttungen müssen komplett als zusätzliche Einnahmen bei der Steuer angegeben werden. Wer dadurch die Verdienstgrenze von 17.500 Euro überschreitet, wird zudem umsatzsteuerpflichtig, kann andererseits aber auch die Umsatzsteuer für seine Ausgaben geltend machen.

    Bei Nachfragen können sich ver.di-Mitglieder kostenlos an das Beratungsnetz für Selbstständige mediafon wenden: https://selbststaendigen.info/beratung/