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    dju-Tarifinfo: Mitglieder der dju in ver.di erteilen Tarifergebnis für Tageszeitungen eine Absage

    62 Prozent stimmen mit „Nein“ - dju-Tarifkommission berät am 5. November über weiteres Vorgehen

    Nun ist es amtlich. Nachdem auch die letzten Stimmen der dju-Mitglieder vom Alpenrand bis an die Ostseeküste ausgezählt wurden, gibt es ein Ergebnis der Abstimmung zum Tarifabschluss für die Tageszeitungsredaktionen: 62 Prozent der Befragten aus den an den vorhergehenden Streiks und an der Urabstimmung beteiligten Redaktionen sprechen sich gegen eine Zustimmung zum Tarifergebnis vom 2. Juli aus.

    Damit bleibt es dabei: Der Tarifvertrag wird von der dju in ver.di nicht nachgezeichnet und die dju in ver.di ist nicht in der Friedenspflicht. Das vom Deutschen Journalisten-Verband (DJV) mit dem Bundesverband Deutscher Tageszeitungsverleger (BDZV) erzielte Ergebnis mit einer Gehaltserhöhung von 1,9 Prozent ab Mai 2018 und 2,4 Prozent ab Mai 2019 bei einer Laufzeit bis Ende Juli 2020 ist zu weit entfernt von der Forderung der dju in ver.di nach Reallohnsteigerungen. Die Inflation liegt aktuell laut Statistischem Bundesamt bei 2,3 Prozent. Für die Forderung nach zweimal 2,8 Prozent Erhöhung und einer Laufzeit bis Ende 2019 hatten sich 89 Prozent der dju-Mitglieder in Streikbetrieben vor der entscheidenden Verhandlungsrunde Anfang Juli in einer Urabstimmung ausgesprochen. Sie hatten auch ihre Bereitschaft ausgedrückt, für das Erreichen dieses Ziels weiter zu streiken.

    „Das Ergebnis unserer Mitglieder-Abstimmung bestätigt die Verhandlungskommission darin, dass es richtig war, den aus unserer Sicht nicht tragfähigen Kompromiss abzulehnen. Er hätte unsere aktiven Kolleginnen und Kollegen, die für ein besseres Ergebnis auch weitergekämpft hätten, vor den Kopf gestoßen. Jetzt hingegen stehen uns viele Optionen offen, weil wir nicht in der Friedenspflicht sind“, erklärte der Tarifkommissions-Vorsitzende der dju in ver.di, Klaus Schrage.

    Über das Abstimmungsergebnis und das weitere Vorgehen wird in Kürze die dju-Tarifkommission beraten: „Am 5. November werden wir klären, wie wir mit der Situation umgehen, in der wir frei agieren können. Wir sollten Chancen nutzen. Alle dju-Mitglieder, die sich in diesen Prozess einbringen wollen, sind herzlich eingeladen: Sie sollten mit ihren Kolleginnen und Kollegen diskutieren und ihre Meinung an die Mitglieder der Tarifkommission übermitteln, die für ihre Region entsandt sind“, sagte Schrage.

    Wer wissen möchte, wer welche Region vertritt, kann sich unter dju-info@verdi.de  melden.