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    Neues Jahr, neuer Tarif

    Neues Jahr, neuer Tarif

    Verhandlungen für Zeitungsjournalistinnen und –journalisten starten am 30. Januar, Fortsetzung folgt am 20. Februar

    Die dju in ver.di fordert Gehalts- und Honorarerhöhungen um 4,5 Prozent und eine Mindesterhöhung von 200 Euro.

    Nachdem die dju in ver.di die Tarifverträge für die rund 13000 Tageszeitungsredakteurinnen und –redakteure fristgerecht zu Ende 2017 gekündigt und ihre Forderungen aufgestellt hat, geht es jetzt endlich los: Wir verhandeln am 30. Januar in Berlin, die zweite Verhandlungsrunde ist für den 20. Februar in Düsseldorf terminiert.

    Was wollen wir erreichen?

    Die Kolleginnen und Kollegen, ob angestellt in der Redaktion oder als arbeitnehmerähnliche Freie oder Freier, haben Nachholbedarf, daher wollen sie mehr Geld. Ob Gehälter, Honorarsätze und Pauschalen: die Tarife sollen um 4,5 % steigen. Gemeinsam wird täglich an der Zeitung und für die digitalen Kanäle rund um die Uhr und an sieben Tagen der Woche gearbeitet. Nach der letzten Tariferhöhung von August 2017 um 1,6 Prozent ist es Zeit für den nächsten Erhöhungsschritt.

    Zukunft in den Redaktionen fördern!

    Zeitungen stehen in immer stärkerer Konkurrenz zu digitalen Medien und verschiedensten Betrieben, in denen gut ausgebildete Journalisten gefragt sind und entsprechend bezahlte Arbeitsplätze angeboten werden. Im Vergleich zu vielen anderen akademischen Berufen haben die Einstiegsgehälter in Redaktionen deutlich an Attraktivität verloren – woanders gibt’s schlicht mehr Geld und weniger Stress! Deshalb ist der dju in ver.di eine vergleichsweise stärkere Erhöhung der Gehälter in den ersten Tarifstufen und für das Volontariat besonders wichtig und dafür fordern wir eine Mindesterhöhung von 200 Euro!

    Denn welche Redaktion kennt nicht die Beispiele, in denen die fertig ausgebildete Redaktions-Volontärin dann doch einen Job bei einer Pressestelle anstatt im Verlag antritt. Wir erleben auch, dass sich die Auswahl für eine freie Volontariatsstelle nicht mehr aus Waschkörben mit Bewerbungen ergibt, sondern immer weniger Bewerbungen eingehen. Das zeigt: auf Dauer wird es gute Journalistinnen und Journalisten in Zeitungen nur geben, wenn ihre Arbeit auch angemessen bezahlt wird.

    Mehr Geld und die Aufwertung der Arbeit in Zeitungsredaktionen

    Das sind die klaren Ziele der dju in ver.di und darüber wollen wir bald ein Verhandlungsergebnis erzielen, das werden wir nachdrücklich am Verhandlungstisch klarstellen. Aber ohne Druck aus den Redaktionen für die gemeinsamen Ziele wird dieses Ergebnis erfahrungsgemäß nicht zustande kommen. Deswegen bitten wir Euch, die Kolleginnen und Kollegen zu informieren und mit an Bord zu holen. Wer diese Ziele teilt, ist richtig in der dju in ver.di und wird gebraucht, um diese Ziele gemeinsam durchzusetzen!

    Darum: Mitglied werden!

    Unsere Argumente gelten natürlich auch für Verlage ohne Tarifbindung, deren Zahl nach wie vor steigt und deren Geschäftsführungen nicht im Traum an Haustarifverträge oder eine Rückkehr in die Tarifbindung denken, wenn ihnen nicht eine gut organisierte Belegschaft ihre Argumente dafür ständig in Erinnerung ruft und Druck aufbaut.

    Auch darum: Mitglied werden! http://dju.verdi.de/rein