Nachrichten

    Sechste Verhandlungsrunde ohne Ergebnis - dju-Tarifkommission …

    Sechste Verhandlungsrunde ohne Ergebnis - dju-Tarifkommission beschließt Urabstimmung

    Auch die sechste Verhandlungsrunde für die rund 13.000 Tageszeitungsjournalistinnen und –journalisten ist am frühen Morgen des 5. Juni ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Die dju-Tarifkommission hat daraufhin die Einleitung der Urabstimmung beschlossen. "Nach intensiven Streiks in den vergangenen Wochen und Monaten bedarf es offenbar einer weiteren Eskalation, um die Verleger zu einer echten Reallohnsteigerung zu bewegen", stellte der Verhandlungsführer der dju in ver.di, Matthias von Fintel, fest.

    Die Verhandlungskommission der dju in ver.di sei bereit gewesen, ihre Forderung auf zweimal 2,8 Prozent Gehaltserhöhung in 24 Monaten und eine Mindesterhöhung für Berufseinsteiger von 150 Euro zu reduzieren: „Mit diesem Entgegenkommen wollten wir die Verleger zu einer deutlichen Reallohnsteigerung und dem nötigen Attraktivitätszuwachs für Jungjournalisten bewegen“, erklärte von Fintel in einer Presseerklärung kurz nach 4 Uhr.

    Nun hat die dju-Tarifkommission, die am 5. Juni in Berlin tagte, die Einleitung der Urabstimmung beschlossen. "Das Votum der dju-Tarifkommission zeigt die Entschlossenheit der Kolleginnen und Kollegen, für mehr Geld und damit auch eine angemessene Wertschätzung zu kämpfen. Die Verleger lassen uns keine Alternative zur Verschärfung des Arbeitskampfes. Nach sechs Verhandlungsrunden wollen sie noch nicht mal die Inflationsrate wirklich ausgleichen", kritisierte von Fintel.

    Mit der Urabstimmung in den zum Streik aufgerufenen Verlagen soll so bald wie möglich gemeinsam mit dem DJV begonnen werden. Im Anschluss an die Urabstimmung können nach dem Willen der Tarifkommission der dju in ver.di die Verhandlungen mit dem BDZV wiederaufgenommen werden.

    Die dju in ver.di fordert für die freien und angestellten Journalistinnen und Journalisten 4,5 Prozent mehr Geld, für den journalistischen Nachwuchs aber mindestens 200 Euro.