Nachrichten

    Bundesweiter Aktionstag für Adil Demirci und alle inhaftierten …

    Bundesweiter Aktionstag für Adil Demirci und alle inhaftierten Journalist*innen in der Türkei

    Freiheit für Adil Demirci Aktion Freiheit für Adil Demirci Freiheit für Journalisten in der Türkei
    Pressefreiheit für alle Aktion Freiheit für Adil Demirci Freiheit für alle inhaftierten Journalisten in der Türkei

     Familie, Freunde, Bekannte und KollegInnen von Adil Demirci haben sich als ein Solidaritätskreis unter dem Namen „Freiheit für Adil“ zusammengeschlossen und fordern die sofortige Freilassung ihres Freundes und die Genehmigung zu seiner Ausreise nach Deutschland. Die dju in ver.di unterstützt die Aktion.

     

     

    Am 13. Februar sind zahlreiche Mahnwachen in verschiedenen Städten geplant:

    • Ulm, Münsterplatz, 18 Uhr
    • Stuttgart, Rotebühlplatz, 18 Uhr
    • Frankfurt, Kaisersack /gegenüber HBF, 18Uhr
    • Mannheim, gegenüber HBF, 18 Uhr
    • Köln, Wallraffplatz, 18 Uhr
    • Duisburg, Königstraße, 17 Uhr
    • Hamburg, Altona / gegenüber Mercado, 17 Uhr
    • Kiel, Asmus-Bremer-Platz, 18 Uhr
    • Nürnberg, Hallplatz, 18 Uhr

    Informationen über weitere Aktionen in anderen Städten können über die Facebookseite in Erfahrung gebracht werden. Zusätzliche Informationen gibt es ebenfalls auf der Facebook-Seite „Freiheit für Adil Demirci - Adil Demirci için özgürlük“ mit allen Neuigkeiten, die es im Fall Adils gibt.

    Wer ist Adil Demirci?

    Adil ist 33 Jahre alt. Adil lebt in Köln und hat neben der deutschen auch die türkische Staatsangehörigkeit. Er studierte Sozialwissenschaften an der Universität Duisburg-Essen und arbeitet aktuell bei dem Jugendmigrationsdienst des IB (Internationaler Bund) in Remscheid. Außerdem arbeitet Adil als freier Journalist und Übersetzer für die Nachrichtenagentur ETHA, bei der auch Mesale Tolu arbeitet.

    Was passierte mit ihm?

    Adil und seine krebskranke Mutter reisten gemeinsam für einen einwöchigen Urlaub in die Türkei. Er begleitete sie, damit diese sich von ihrer Chemotherapie erholen und ihre Familie besuchen konnte. Am 13.April 2018, einen Tag vor der Rückkehr nach Deutschland, stürmten bewaffnete Spezialeinheiten um 4Uhr morgens die Wohnung seines Onkels. Adil Demirci wurde von der Spezialeinheit der Polizei festgenommen. Gründe hierfür wurden nicht genannt. Er wurde inhaftiert und in das türkische Hochsicherheitsgefängnis Silivri gebracht.

    Wie bei allen RegierungskritikerInnen und Oppositionellen in der Türkei lautet auch bei Adil der Vorwurf der türkischen Justiz: Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation. Konkret wirft der türkische Staat Adil Demirci vor, an drei Beerdigungen in den Jahren 2013, 2014, 2015 teilgenommen zu haben. Diese waren Beerdigungen von Menschen, die im Kampf gegen den IS (Islamischer Staat) und somit gegen den Terror, der weltweit gefürchtet wurde, gestorben sind. Adil hat als Journalist an diesen Beerdigungen teilgenommen um darüber zu berichten.

    Am 20. November 2018 stand Adil Demirci nach über sieben Monaten vor dem Richter. Trotz absurder Vorwürfe und guter Verteidigung wurde Adil Demirci nicht freigelassen und sein Prozess wurde auf den 14. Februar 2019 vertagt. Sechs seiner zehn Mitangeklagten wurden freigelassen - weshalb gerade diese freikamen und die restlichen nicht, bleibt offen. Wie auch die Prozessdelegation mitteilte, fand der Prozess nicht unter fairen Bedingungen statt und trotz fehlender rechtlicher Gründe wird Adil weiterhin die Freiheit geraubt.

    Es gibt die Petition für seine Freilassung auch online.

    Petition: www.weact.campact.de , Stichwort „Adil Demirci“

    Kontakt:

    E-Mail: freiheitfueradil@gmx.de