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    Journalistische Weiterbildung im Zeitalter der Moocs

    Journalistische Weiterbildung im Zeitalter der Moocs

    Online-Umfrage für Dissertation

    Wie verändert die Digitalisierung den Journalismus? Und wie verändert die Digitalisierung das Lernen? Muss jeder Journalist künftig ein Crossmedia-Spezialist sein? Und sollte jede Journalistin künftig unternehmerische Qualitäten besitzen? Über welche Fähigkeiten und Fertigkeiten müssen Journalistinnen und Journalisten künftig verfügen, um sich in einer sich immer schneller verändernden Berufswelt behaupten zu können? Und welche Rahmenbedingungen brauchen JournalistInnen, um sich erfolgreich weiterbilden zu können?

    Diesen Fragen möchte Michaela Petek, früher selbst als Radio- und Fernsehjournalistin tätig und seit 13 Jahren Dozentin am Journalistik-Studiengang  an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, in ihrer Dissertation nachgehen. Sie hat dazu einen Online-Fragebogen entworfen, der Aufschluss geben soll über das Weiterbildungsverhalten von Journalistinnen und Journalisten.

    Schwerpunkte der Untersuchung sind die Auswirkungen der Digitalisierung vor allem auf die betriebliche Weiterbildung und die politischen Rahmenbedingungen für ein lebenslanges Lernen. Einigkeit besteht auf allen Ebenen darin, dass Weiterbildung nicht nur die persönliche Entwicklung und Zufriedenheit eines jeden Einzelnen fördert, sondern auch ganz essentiell für die Wettbewerbsfähigkeit einer Branche und eines Landes ist.

    Die EU hat deshalb all ihre Mitgliedsländer zu verstärkten Anstrengungen auf dem Weiterbildungssektor aufgerufen. Im Vergleich zum EU-Durchschnitt nehmen gerade in Deutschland nur unterdurchschnittlich wenige Erwachsene an Weiterbildungsmaßnahmen teil: 2013 waren es einer EU-Studie zufolge nur 7,8 Prozent im Vergleich zu 10,5% europaweit. Ziel ist es, bis 2020 mindestens 15% der Erwerbstätigen weiter zu qualifizieren. Ohne ein stärkeres Engagement der öffentlichen Hand wird dies, so die EU-Bildungsexperten, nicht möglich sein.

    Noch liegen wenige Statistiken zum Weiterbildungsverhalten in verschiedenen Berufen und Betrieben vor. Diese Lücke will die Dissertation „Weiterbildung im Zeitalter der Moocs“ zumindest für den Journalismus  schließen. Natürlich steht und fällt die Qualität einer solchen Untersuchung mit der Zahl derer, die sich daran beteiligt. Je mehr Journalistinnen und Journalisten mitmachen, desto mehr Beachtung wird das Thema auch in der Bildungspolitik finden. Eine weitere Umfrage bei Arbeitgebern und freien Weiterbildungsträgern, die Ende des Jahres ins Feld gehen soll, soll das Bild abrunden.

    Hier geht es zur Online-Umfrage:

    http://ww3.unipark.de/uc/Journalisten-Weiterbildung/

    Vielen Dank fürs Mitmachen!