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    dju-Tarifinfo: Verhandlungen zur Beschäftigungssicherung

    dju-Tarifinfo: Verhandlungen zur Beschäftigungssicherung

    Verlängerung mit drei Zusatzurlaubstagen geplant - Fahrplan ab Herbst für Tarifrunde über Gehalts- und Honorarerhöhungen

    02.07.2021

    Wegen der Corona-Pandemie wurden längst anstehende Verhandlungen zur Tariferhöhungen für Zeitungsjournalist*innen ausgesetzt. Brach liegt die Tarifpolitik aber keineswegs. Aktuell verhandeln dju in ver.di und der DJV mit dem Verlegerverband BDZV in mehreren Arbeitsgruppen über die Weiterentwicklung der Tarifverträge und eine Neuauflage des Beschäftigungssicherungstarifvertrages. Ums Geld soll es ab diesem Herbst gehen.

    Um Tariferhöhungen geht es ab dem Herbst

    Es gibt einen Fahrplan für die Verhandlungen über Tariferhöhungen der Gehälter und Honorare. Seit dem Mai 2019 hat es keine Erhöhungen mehr gegeben. Für die Zeit der Pandemie haben die Tarifparteien BDZV, DJV und dju in ver.di vor einem Jahr einen Beschäftigungssicherungstarifvertrag geschlossen, der auch ein Gehaltsmoratorium beinhaltete. Nun soll dieser verlängert werden, sieht dabei aber auch ab dem Herbst dieses Jahres eine Verhandlungsaufnahme zu den nächsten Tariferhöhungen vor. Nach über zwei Jahren Tarifstagnation und angesichts aktueller Inflationsraten ist die Verhandlung über Tariferhöhungen dann überfällig.

    Der Beschäftigungssicherungstarifvertrag wird bis Ende 2021 erneuert, diesmal mit einem Bonus von drei Urlaubstagen

    Die aktuell vorgeschlagene Verlängerung des Beschäftigungssicherungs-Tarifvertrages beinhaltet mehrere Elemente. Wie im letzten Jahr wird für Betriebsräte und Arbeitgeber die Möglichkeit eröffnet, dass betriebliche Beschäftigungssicherungsvereinbarungen unter Hinzuziehung der Gewerkschaften geschlossen werden. Die Laufzeiten der bestehenden Tarifvereinbarungen werden  bis Ende 2021 verlängert. Für Freie soll auch für 2021 ein Ausfallhonorar gezahlt werden. Für Redakteurinnen und Redakteure sind in diesem Jahr drei zusätzliche Tage Urlaub vorgesehen, der Anspruch ist bis Ende März 2022 umzusetzen. Schließlich, wie bereits gesagt, beinhaltet das Paket auch eine Verhandlungsvereinbarung, spätestens ab November die Verhandlungen zur nächsten Tariferhöhung aufzunehmen. Die dju-Tarifkommission wird sich zu dieser Vorlage noch abstimmen.

    In Tarifarbeitsgruppen wird weiterhin an den Tarifregelungen gefeilt

    Zudem werden drei Tarifarbeitsgruppen zu Veränderungen im Gehalts- und Manteltarifvertrag weitergeführt. Aus Sicht der dju sollen diese dazu führen, dass bereits vor der nächsten Tarifrunde ein Anspruch auf berufliche Weiterbildung verankert wird. Im Gehaltstarifvertrag sollen die Stufensteigerungen beim Wechsel in die höhere Gehaltsgruppe der neuen Gehaltsstruktur deutlicher ausfallen und für neuere Berufsbilder im Bereich digitaler Kanäle und Inhalte oder Videojournalismus mit besonderen Anforderungen soll eine Eingruppierung in der Tarifgruppe 3 erreicht werden.