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    Wir lassen uns nicht ausbooten!

    Wir lassen uns nicht ausbooten!

    Suhl 28 5 2018 ver.di Streik bei der Suhler Verlagsgesellschaft

    Warnstreikwelle rollt erneut von West nach Ost, von Nord nach Süd – Tageszeitungsjournalisten machen bundesweit mobil

    Schon seit Pfingsten heißt es wieder: Streik! Angefangen an der Ostsee, über Bielefeld und Unna haben die ganze letzte Woche über hunderte Tageszeitungsjournalistinnen und –journalisten die Arbeit niedergelegt. Jetzt schwappt die Streikwelle weiter gen Osten und Süden. In Bayern, Thüringen und Hessen geht’s weiter, mit dem Rad, zu Fuß, auf Kundgebungen, überall ist die Botschaft deutlich: Wir lassen uns nicht mit mageren Verlegerangeboten unterhalb der Inflationsrate abspeisen, sondern alle machen gemeinsam Druck für ein Tarifergebnis, das Reallohnsteigerungen und ein extra Lohnplus für den journalistischen Nachwuchs vorsieht.

    Wir bewegen uns raus aus den Redaktionen, rein in die Aktion, die Verleger werden nervös!

    Je länger sich die Auseinandersetzung um die Gehälter für die rund 13000 Tageszeitungsjournalistinnen und –journalisten hinzieht, desto nervöser werden die Verleger: Sie versuchen, Streikende unter Druck zu setzen und Kolleginnen und Kollegen gegeneinander auszuspielen. Das ist nicht der Weg zu einer Lösung im Tarifkampf, im Gegenteil: Statt Spielchen zu spielen, sollten die Vertreter des Bundesverbands Deutsches Zeitungsverleger (BDZV) lieber ein vernünftiges Angebot auf den Tisch legen. Gelegenheit dazu gibt’s am kommenden Montag, 4. Juni, in Berlin. Da wird zum sechsten Mal über die Honorare und Gehälter der Tageszeitungsredaktionen verhandelt. Und eigentlich gibt es genug Abschlüsse, an denen sich die BDZV-Vertreter orientieren könnten, im öffentlichen Dienst ebenso wie in der Privatwirtschaft in der Metallindustrie, bei der Telekom oder bei der Post - an guten Ideen mangelt es da nicht! Und bis zum nächsten Verhandlungstermin und notfalls auch darüber hinaus heißt es weiter: Streik! Darüber entscheidet dann am 5. Juni die Bundestarifkommission der dju in ver.di, die wir eingeladen haben, den Verhandlungsstand zu bewerten.