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    Handeln und den Diskurs moderieren

    Handeln und den Diskurs moderieren

    "Welchen Erkenntnisgewinn hat es, mit Faschisten und Rechtsextremen zu reden", fragen die dju-Vorsitzenden Tina Groll und Peter Freitag, sowie der Vorsitzende der Fachgruppe Medien, Manfred Kloiber

    Im Umgang mit der AfD, aber auch, wenn es um die Berichterstattung über rechtsextreme Gewalttaten geht, muss eine differenzierte Abschätzung zur journalistischen Ethik dazugehören, fordern  die drei Vorsitzenden. "Mit Rechten reden oder nicht? Die von Farhad Dilmaghani und Georg Diez aufgebrachte Debatte ist eine längst überfällige. Die beiden Journalisten und Krautreporter hatten gefordert, den Pressekodex zu erweitern, um im medialen Umgang mit AfD-Vertretern Volksverhetzung, Diskriminierung und Ausländerfeindlichkeit keine Bühne zu bereiten. Auch wir in der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) sowie in der Fachgruppe Medien in ver.di befürworten diese Debatte. Wir führen die Diskussion darüber, ob und wie wir mit den zwar demokratisch gewählten, aber rechtspopulistischen und teilweise sogar faschistisch eingestellten Vertreterinnen und Vertretern der AfD reden. Auch der ver.di-Bundeskongress im September in Leipzig hat sich in sehr intensiven Diskussionen mit dem Verhältnis zu AfD-Anhängern beschäftigt und die klare Unvereinbarkeit mit Personen festgestellt, die sich rassistisch, menschenverachtend oder gewerkschaftsfeindlich äußern oder sich auf diese Weise in Parteien oder anderen Organisationen aktiv engagieren."

    Dabei sehen Groll, Kloiber und Freitag durchaus eine "Zwickmühle" für die demokratischen Medien: "Sie können dem vorherrschenden Argument folgen, die AfD sei keine verbotene Partei und es sei Teil der Demokratie, auch extreme Meinungen abzubilden. Nur: Menschen- und Demokratiefeindlichkeit ist keine Meinung. Und: Die Medienstrategie der Rechten zielt nicht auf einen fairen Austausch von Meinungen ab. Sie dient vor allem dazu, die Aufmerksamkeit von Medien als Bühne für Populismus und zur Verbreitung von rechtem Gedankengut zu nutzen."

    Zum ausführlichen Beitrag in M Online