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    Wer war’s?

    Wer war’s?

    Wir waren’s! Gemeinsam haben wir vier Prozent mehr Geld erkämpft: Die gibt‘ s ab April für alle Tageszeitungsredaktionen mit Tarifbindung!

    Zum 1. Mai 2014 wurden die Gehälter in den Tageszeitungsredaktionen schon einmal um 2,5 Prozent erhöht, jetzt kommen noch 1,5 Prozent dazu. So ein Gehaltsplus ist auf der monatlichen Abrechnung sicht- und auf dem Konto spürbar. Für Kolleginnen und Kollegen, die im 9.-14. Berufsjahr sind, stiegen die Gehälter demnach zuerst von 4.060 Euro auf 4.162 Euro und nun auf 4.224 Euro, Berufseinsteiger bekommen insgesamt 123 Euro mehr Geld. Auch Freie haben Anspruch auf mehr Geld und erstmals konnten wir mit dem Tarifergebnis auch Honorarerhöhungen für die steigende Anzahl von Pauschalisten durchsetzen.

    Dieses Lohnplus ist nicht vom Himmel gefallen! Wir haben es uns hart erkämpft in monatelangen Tarifauseinandersetzungen mit mehreren Streikwellen.

    Wir haben auch erkämpft, dass Onliner künftig zu denselben Bedingungen arbeiten wie die Kolleginnen und Kollegen in den Printredaktionen. Die Einbeziehung der Online-Journalistinnen und -Journalisten in den Schutz der Tarifverträge entspricht unseren Vorstellungen von einer zeitgemäßen Weiterentwicklung der Arbeit in den Redaktionen. Gerade die Online-Angebote müssen hohen journalistischen Ansprüchen genügen, um sich im Wettbewerb abzuheben. Dazu brauchen wir entsprechend qualifizierte und Kolleginnen und Kollegen, die künftig noch enger publizistisch verzahnt arbeiten – Zu denselben Bedingungen!

    Dieses Tarifergebnis ist sicher, alle Mitglieder der dju in ver.di, deren Verlag tarifgebunden ist, haben einen verbindlichen Anspruch darauf. Bei Verlagen, die aus der Tarifbindung ausgestiegen sind, gelten die Tarifverträge hingegen nur noch für die Beschäftigten, die zum Zeitpunkt des Ausstiegs bereits angestellt waren, nicht für den Nachwuchs.

    Tarifverträge schützen unsere Mitglieder und sichern die Qualität der journalistischen Arbeit in den Redaktionen. Sie werden gestaltet – und notfalls verteidigt, erkämpft und erstreikt - von Kolleginnen für Kollegen, die selber am besten wissen, was los ist in den Redaktionen, welche Regelungen gebraucht werden.

    Das Tarifergebnis vom letzten Jahr ist sicher, aber die nächste Tarifrunde kommt bestimmt: Zum Ende des Jahres werden wir den Verlegervertretern wieder vor Augen führen müssen, wie viel wert die Arbeit der Redaktionen ist. Je mehr Kolleginnen und Kollegen sich dafür bei uns engagieren und organisieren, desto besser wird das Ergebnis.

    Darum: Mitglied werden!

    Das gilt im Übrigen auch für Verlage ohne Tarifbindung, deren Zahl nach wie vor steigt  und deren Geschäftsführungen nicht im Traum an Haustarifverträge oder eine Rückkehr in die Tarifbindung denken, wenn ihnen nicht eine gut organisierte Belegschaft ihre Argumente dafür ständig in Erinnerung ruft und Druck aufbaut.

    Auch darum: Mitglied werden!

    Denn wer war’s? Wir waren’s: Die dju in ver.di!
    Mehr über uns: www.dju.verdi.de