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    Wie weiter mit den Verwertungsgesellschaften?

    Wie weiter mit den Verwertungsgesellschaften?

    "Mit einem neuen Verteilungsplan gemeinsam in die Zukunft"

    Schwerpunkt der diesjährigen Mitgliederversammlung am Samstag war die Beschlussfassung über den Verteilungsplan der VG WORT. Zum einen ging es um den zukünftigen Verteilungsplan, der ab dem Jahr 2017 gilt und damit erstmals für die Ausschüttungen in 2018 zur Anwendung kommt. Zum anderen wurde ein Übergangs- und Ergänzungsverteilungsplan im Hinblick auf die diesjährigen
    Ausschüttungen 2017 (für 2016)zur Abstimmung gestellt. Beide Verteilungspläne erhielten erfreulicherweise in allen sechs Berufsgruppen die notwendige Zweidrittelmehrheit.

    Dazu den Bericht von Rüdiger Lühr in M Online.

    „Mit den neuen Verteilungsplanregelungen wurde die Grundlage dafür geschaffen, dass die VG WORT die gemeinsame – sehr erfolgreiche - Rechtewahrnehmung für Urheber und Verlage fortsetzen kann. Ein wichtiger Schritt in die Zukunft ist gelungen“, soäußerten sich die beiden geschäftsführenden Vorstände der VG WORT, Dr. Robert Staats und Rainer Just direkt nach der Sitzung.

    Der zukünftige Verteilungsplan setzt die gesetzlichen Vorgaben des 2016 in Kraft getretenen Verwertungsgesellschaftengesetzes (VGG) zur Verlegerbeteiligung um. Weiterhin wird im neuen Verteilungsplan auch die Anpassung einiger Aufteilungsquoten zu Gunsten der Urheber berücksichtigt.

    Zur ganzen Pressemitteilung der VG Wort

    Zur Vorgeschichte des neuen Verteilungsplans:

    "Nach langen Diskussionen hat die außerordentliche Mitgliederversammlung der VG Wort am 26. November 2016 mit jeweils klarer Mehrheit in allen Berufsgruppen einen „Korrektur-Verteilungsplan“ für die von den Verlagen zurückgeforderten Ausschüttungen seit 2012 sowie ein anonymisiertes Verfahren zur möglichen Abtretung von Nachforderungsansprüchen seitens der Autoren an Verlage beschlossen. Allerdings fand die notwendige Anpassung des Verteilungsplans an das neue Verwertungsgesellschaftengesetz später keine Mehrheit", schreibt dju-Mitglied Rüdiger Lühr über die Versammlung.

    "Notwendig wäre es gewesen, bei der Münchener Versammlung auch Satzung und Verteilungsplan der VG Wort an die Bestimmungen des neuen Verwertungsgesellschaftengesetzes (VGG) anzupassen. Dies sieht das VGG mit Frist bis zum Jahresende 2016 vor. Dies gelang zwar für die Satzung, nicht aber für den Verteilungsplan. Hier wurde vorgeschlagen, dass dieser nach wie vor die alten Verteilungsquoten zwischen Autoren und Verlagen enthält, vorbehaltlich einer neuen Verteilungsregelung, die noch zu beschließen ist. Nach mehr als fünfeinhalb Stunden war die Beteiligung an der Versammlung aber bereits am Abbröckeln, so dass eine Zwei-Drittel-Mehrheit in der Berufsgruppe der Journalisten nicht zustande kam. Welche Konsequenzen dies hat, bleibt zunächst unklar, heißt es in Lührs Artikel auf M Online.

    Die ganzen Auseinandersetzungen um die Verwertungsgesellschaften sind auf der Seite Urheberrecht zu finden, als Text, als Link oder als PDF.