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    Attraktivitätsoffensive für den Zeitungsjournalismus!

    Attraktivitätsoffensive für den Zeitungsjournalismus!

    4,5 Prozent mehr für Feste und Freie

    Die dju in ver.di fordert 4,5 Prozent mehr Geld für Freie und Feste. Mindestens 200 Euro mehr für den Nachwuchs sollen die Arbeit im Zeitungsverlag grade für junge Journalistinnen und Journalisten attraktiver machen.

    Beim Auftakt der Tarifauseinandersetzung für die rund 13.000 Tageszeitungsjournalistinnen und –journalisten ist schnell deutlich geworden: Den Redaktionen wird auch in diesem Jahr nichts geschenkt. Das ist keine so wahnsinnig überraschende Erkenntnis, zugegeben. Was auch deutlich geworden ist: Die Argumente, sogar die des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger, sprechen für die von uns geforderte Attraktivitätsoffensive in den Redaktionen der Tageszeitungen. In denen der Wert der Arbeit wieder austariert werden muss nach Jahren des Umbruchs, den wir auch als Gewerkschaft weiterhin konstruktiv mitgestalten wollen. Denn nichts Anderes ist Tarifarbeit, sie bedeutet: Den Wert unserer Arbeit bestimmen wir selbst. Mit unserer Organisationsmacht, mit überzeugenden Argumenten.

    Die hat die Verhandlungskommission der dju in ver.di in der ersten Verhandlungsrunde geliefert, reichlich: Gestandene Kolleginnen und Kollegen berichteten da aus dem realen Leben in den Verlagen, vom Wandel der Arbeit, von Frust und Wut über Druck und miese Bedingungen. Sie hatten Beispiele parat, wie sich landauf landab der Nachwuchs in lukrativere Arbeitsverhältnisse verabschiedet. Oder wie es der Verhandlungsführer der dju in ver.di, Matthias von Fintel, zum Verhandlungsauftakt formuliert hat: „Die Kolleginnen und Kollegen in den Redaktionen begreifen den Wandel der Medien auch als Chance. Die positiven Entwicklungen in den zunehmend wieder gesundenden Medienhäusern sind ihrem hohen Einsatz zu verdanken und zeichnen sich zum Beispiel konkret im Bereich der Bezahlinhalte und der Gewinnung neuer Leserinnen und Leser ab. Im öffentlichen Diskurs weht den Redaktionsmitgliedern gleichzeitig ein heftiger Wind entgegen. Zukunftsaufgaben können die Tageszeitungsjournalistinnen und -journalisten nur meistern, wenn die Bedingungen stimmen. Dazu gehört natürlich eine entsprechende Bezahlung.“

    Deswegen ist unsere Forderung auch angemessen, die Arbeit der Redaktionen wieder attraktiver zu machen: Wir fordern 4,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro - Das stärkt die Jungen, die wir brauchen, um die Zukunft der Zeitungen zu sichern. Dass es motivierter Kolleginnen und Kollegen bedarf, die den Wandel der Medienhäuser vorantreiben, das findet auch der BDZV. Allein in den Konsequenzen, die sich daraus ergeben, liegen wir noch weit auseinander.

    Um die Lücke zu schließen, brauchen wir Euch, liebe Kolleginnen und Kollegen in den Redaktionen: Schreibt uns eine mail an dju-info@verdi.de, warum unsere Forderung berechtigt ist, warum es einer Attraktivitätsoffensive in den Verlagen bedarf! Bitte schickt uns praktische Beispiele aus Eurem Redaktionsalltag, berichtet über die Stimmung und Eure Vorstellung, wie der Wandel zu gestalten ist. Wir freuen uns auf Eure Berichte und danken für Euer Engagement!

    Beim Schreiben und Berichten wird es aber wahrscheinlich nicht bleiben: Am 20. Februar wird in Düsseldorf weiterverhandelt. Da erwarten wir ein substantielles Angebot, denn wir wollen nicht nur mehr Geld, wir wollen auch bald einen Abschluss!

    Darum: Mitglied werden!

    Unsere Argumente gelten natürlich auch für Verlage ohne Tarifbindung, deren Zahl nach wie vor steigt und deren Geschäftsführungen nicht im Traum an Haustarifverträge oder eine Rückkehr in die Tarifbindung denken, wenn ihnen nicht eine gut organisierte Belegschaft ihre Argumente dafür ständig in Erinnerung ruft und Druck aufbaut.

    Auch darum: Mitglied werden! http://dju.verdi.de/rein