70 Jahre dju
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    70 Jahre dju

    Und deine Geschichte mit der dju?

    70 Jahre sind ein guter Grund zum Feiern, wenn auch nur virtuell. 70 Jahre sind aber auch ein Grund zur Rückschau, zum Ausblick und zur Diskussion. Hier kannst du uns deine ganz persönliche Geschichte mit der dju  schreiben oder uns einfach deine Wünsche und Anregungen mitteilen!

    Wir sammeln alle Mails mit Texten, Fotos, Illustrationen oder Videos und werden ausgewählte Beiträge auf dieser Seite veröffentlichen. Ob mit oder ohne Namen, mit Kürzel oder Ort, entscheidest du. Schreib es uns einfach in deiner Mail.


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    70 Jahre dju: Deine Geschichte
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    Rückblick: Ein halbes Jahrhundert

    Reporter ohne Grenzen gratuliert

    Glückwunsch von Reporter ohne Grenzen
    © Reporter ohne Grenzen/ picturealliance

    In der In­ter­na­tio­na­len Jour­na­list*in­nen-Fö­de­ra­ti­on und in Eu­ro­pa wis­sen die Or­ga­ni­sa­tio­nen aus 170 Län­dern seit je­her, was sie an uns ha­ben. Kon­se­quen­tes Ein­tre­ten für Pres­se-Frei­heit, faire Ar­beits­be­din­gun­gen und funk­tio­nie­ren­de Struk­tu­ren, So­li­da­ri­tät mit be­droh­ten Kol­leg*in­nen, in­no­va­ti­ve Pro­jek­te - und The­men wie Gen­der Ba­lan­ce ver­lie­ren wir da­bei nicht aus dem Blick. ­Joa­chim Krei­bich

    Für mich persönlich war die Fusion der beiden Fachgruppen dju und RFAV in der neuen Fachgruppe Medien 2007 am bedeutsamsten. Der Prozess war kein einfacher: geprägt von vielen Diskussionen, Kompromissen und Überwindung von Vorbehalten und Verlustängsten bezüglich der Eigenständigkeit auf beiden Seiten. Letztendlich war es aber ein Kraftakt, der sich gelohnt hat. Das damalige Motto „Hier soll das Herz der Medienpolitik von ver.di schlagen“ gilt weiterhin.

    Renée Jacqueline Möhler

    Die Deutsche Journalistinnen- und Journalistenunion hat in ihrer 70-jährigen Geschichte die Tarifpolitik im Journalismus in Deutschland maßgeblich geprägt und gestaltet. Darauf können wir zurecht stolz sein. In Zukunft werden wir dafür sorgen müssen, für gute Arbeitsbedingungen und mehr Chancengleichheit für alle in einem zunehmend digitaler werdenden Journalismus zu sorgen. Wichtig bleibt auch unser Einsatz für Demokratie, Pressefreiheit und unsere Liebe für guten Journalismus.

    Tina Groll

    Die dju hat in der Zeit, die ich überschauen kann,  an ihrem industriegewerkschaftlichen Ansatz und ihrer Haltung, sich mit einem allgemeinpolitischen Mandat strikt von einer rein berufsständischen Organisation abzugrenzen, keinen Schaden genommen. Dagegen ist es nicht gelungen, den Organisationsgrad in den Redaktionen und bei den Freien so auszubauen, dass die Durchsetzung zentraler Forderungen gegen den Widerstand der Verlage und das Einbremsen der Konkurrenzorganisation hätte gelingen können. Dennoch war unsere gemeinsame Arbeit damals alles andere als bedeutungslos.

    Malte Hinz

    Wer nicht bereit ist, kooperativ mit zu gestalten, der wird gestaltet. Wer behauptet, er/sie könne alles allein, der/die sollte die Selbsteinschätzung mal checken lassen... oder findet in Wahrheit Fremdsteuerung ganz ok.
    Die dju war und ist ein Angebot zur synergetischen und demokratischen Mitgestaltung eines Feldes, in dem sich Journalistinnen und Journalisten auskennen und Verantwortung haben.
    Ob sie wollen oder nicht.

    Manfred Protze

    Ein be­son­de­rer Er­folg der dju sind die ge­mein­sa­men Ver­gü­tungs­re­geln für Freie an Ta­ges­zei­tun­gen. Sie sind auch ei­ne der wich­tigs­ten Auf­ga­ben: Wir müs­sen sol­che Re­geln auch in al­len an­de­ren Me­di­en­for­men durch­set­zen und mitt­ler­wei­le müs­sen wir lei­der wie­der die Ta­ges­zei­tungs­ver­le­ger da­zu brin­gen, sie an­zu­er­ken­nen. Lars Han­sen

    Die aktive Mitarbeit der dju in der Internationalen Journalisten-Föderation (IJF) hat geholfen, berufliche Standards vom Urheberrecht bis zur Anerkennung der Freien über die deutschen Grenzen hinweg zu verbreiten und damit auch hierzulande abzusichern. Wir waren Geburtshelfer der Europäischen Journalistenföderation (EJF) unter dem Dach der IJF, die als Lobbyeinrichung in Brüssel den verqueren Vorstellungen der Verleger und vieler Politiker paroli bietenn kan. Die dju zeigte und praktizierte vielfältig Solidarität - das Gefühl ist für verfolgte KollegInnen in der Ferne weiterhin wichtig.

    Wolfgang Mayer

    Die dju ist seit Jahr die treibende Kraft in der Tarifpolitik für Journalistinnen und Journalisten.  Wir organisieren Solidarität zwischen festangestellten und freiberuflichen Journalist*innen,  ohne dabei die Interessen der anderen Beschäftigten der Medienbranche aus den Augen zu verlieren.
    Wir gehören zudem zu den maßgeblichen Akteuren in unserer Gesellschaft, wenn es um die Verteidigung von Demokratie und Pressefreiheit geht, in Deutschland, aber auch weltweit.
    Und nicht zuletzt sind wir eine Organisation, in der sich viele großartige Kolleginnen und Kolleginnen ehren- und hauptamtlich engagieren.

    Peter Freitag

    "Die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger durch Auf­klä­rung und Ge­dan­ken­aus­tausch geis­tig am po­li­ti­schen Ge­sche­hen zu in­ter­es­sie­ren und zu mo­bi­li­sie­ren ist ei­ne der Leis­tun­gen der Jour­na­lis­tin­nen und Jour­na­lis­ten", sag­te die frü­he­re Prä­si­den­tin des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts, Pro­fes­sor Dr. Jut­ta Lim­bach zum 60. Ju­bi­lä­um der dju. Die­ser Satz gilt noch im­mer, muss aber an­ge­sichts der Ver­än­de­run­gen in der Me­dien­bran­che durch die Di­gi­ta­li­sie­rung und im ge­sell­schafts­po­li­ti­schen Dis­kurs im­mer wie­der hart er­kämpft wer­den. Die dju mit ih­ren knapp 17000 Mit­glie­dern bun­des­weit über­nimmt die­se Auf­ga­be als Teil der Ge­werk­schaft ver­.­di. Sie küm­mert sich um die be­rufs­po­li­ti­schen The­men wie Ethik im Be­ruf, Ar­beits­be­din­gun­gen, Ur­he­ber­rech­ten, Me­dien- und Pres­se­ge­set­ze, Hil­fen für be­droh­te Jour­na­lis­tin­nen und Jour­na­lis­tin­nen und nicht zu­letzt mit den Aus­ein­an­der­set­zun­gen um faire Be­zah­lun­gen für Fes­t­an­ge­stell­te und Freie in Print und On­li­ne. Es ist ein müh­sa­mes Ge­schäft ge­wor­den. Ich bin seit 25 Jah­ren dju-Mit­glied in vie­len Funk­tio­nen, ha­be tol­le Jour­na­lis­ten­ta­ge, Streiks und Ak­tio­nen er­leb­t. Dank an un­se­re frü­he­re Ge­schäfts­füh­re­rin Ul­ri­ke Mae­rcks-Fran­zen und un­se­ren ehe­ma­li­gen dju-Vor­sit­zen­den Ul­rich Jan­ßen, der viel zu früh das ir­di­sche Le­ben ver­las­sen muss­te. Un­se­re Mit­glied­schaft hat sich ge­wan­del­t, knapp 6o Pro­zent sind Freie – oft nicht frei­wil­lig. Ih­nen gilt un­ser be­son­de­res Au­gen­merk. Die dju muss Platt­form und Mo­tor sein, da­mit sie sich in der dju/­ver­.­di ver­net­zen, ei­ne stär­ke­re Stim­me und Durch­set­zungs­kraft ge­gen­über ih­ren Auf­trag­ge­bern be­kom­men. Und Mit­glied in ei­ner Ge­werk­schaft wie ver­.­di zu sein, muss wie­der „en vo­gue“ wer­den. Da­zu müs­sen wir vie­le neue We­ge und Stra­te­gi­en wei­ter ent­wi­ckeln, denn nur als star­ke Grup­pe kön­nen wir für al­le et­was er­rei­chen. Re­na­te Gensch

    ver.di Kampagnen