ZEIT ONLINE: ver.di verschiebt geplante Aktion

Pressemitteilung vom 24.02.2022

Seit Januar Verhandlungen für die Online-Journalist*innen 

Wegen des sich zuspitzenden Ukraine-Konfliktes verschiebt ver.di die für heute angekündigte Aktion von Mitarbeitenden von ZEIT ONLINE für eine Tarifangleichung. Für den heutigen Donnerstag, den 24. Februar 2022 war eine gemeinsame „aktive Mittagspause“ vor den Redaktionsräumen am Askanischen Platz geplant, um ein Zeichen zu setzen: Es ist höchste Zeit, dass die Beschäftigten die gleichen Arbeitsbedingungen wie die Kolleginnen und Kollegen der gedruckten „Zeit“-Ausgabe erhalten. Ein Großteil der Belegschaft hatte bereits angekündigt, teilzunehmen. „Angesichts des Ukraine-Kriegs werden wir diese Aktion jedoch verschieben. Es wäre falsch, an so einem Tag die Aufmerksamkeit vom Geschehen in der Ukraine abzulenken. Wir werden stattdessen gemeinsam in jeder Minute die hohe journalistische Qualität von ZEIT ONLINE auch in solchen außergewöhnlichen Lagen sichern“, sagte Jörg Reichel, zuständiger ver.di-Gewerkschaftssekretär. Die Aktion wird zum gegebenen Zeitpunkt nachgeholt.

Seit Januar 2022 verhandeln dju/ver.di und der DJV Berlin-JVBB über den Tarifvertrag für die rund 220 Beschäftigten von ZEIT ONLINE mit der Hamburger Geschäftsführung. Die 3. Tarifverhandlung ist für den 28. Februar 2022 geplant. Nach über 25 Jahren ZEIT ONLINE fordert ver.di, die Arbeitsbedingungen zwischen Print und Online auf 100 Prozent anzugleichen. Die Arbeitgeberin blockiert bei einem wichtigen Thema: Der Absenkung der Arbeitszeit auf die tariflich vorgesehenen 36 Stunden (Redaktion) / 35 Stunden (Verlag) bzw. höhere Vergütung für alle, die ihre Arbeitszeit beibehalten wollen. ver.di erwartet zudem höhere Löhne für Studierende. 

 

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