Streikauftakt in der bayerischen Druckindustrie

Pressemitteilung vom 19.02.2014

Redaktionen und Verlage setzen Arbeitskampf fort

Am gestrigen Dienstag haben die Beschäftigten in der bayerischen Druckindustrie mit Streiks begonnen. Den Anfang machten die Beschäftigten bei der Firma Pustet in Regensburg, im Druckhaus Dessauer Straße in München und seit heute Nacht wird bei Huhtamaki in Ronsberg im Ostallgäu gestreikt. Am heutigen Mittwoch sind auch die Redaktionen und die Verlagsabteilungen der Augsburger Allgemeine und der Allgäuer Zeitung in Kempten in den Ausstand getreten. Die Streiks, die zwischen einem und drei Tagen dauern, werden in den nächsten Tagen in Bayern und bundesweit ausgeweitet. Aufgerufen sind Druckbetriebe, Zeitungsverlage und die Redaktionen der Tageszeitungen.

In den laufenden Tarifverhandlungen in der Druckbranche – die dritte Runde findet am 12. März in Hamburg statt – geht es um Einkommenserhöhungen: ver.di fordert 5,5 % für 12 Monate. Bisher haben die Arbeitgeber nur eine Einmalzahlung für 2014 und eine prozentuale Erhöhung von 1,8 % für 2015 angeboten.

In den zähen Verhandlungen für die Verlagsangestellten in Bayern geht es um eine Entgelterhöhung, auch hier sind 5,5 % für eine Laufzeit von 12 Monaten gefordert. Hier warten die Beschäftigten seit nunmehr 9 Monaten auf ein Angebot der Arbeitgeberseite. Die Zeitungsverleger haben inzwischen den Manteltarifvertrag zu Ende April 2014 gekündigt und fordern gravierende materielle Verschlechterungen:  bevor diese nicht durchgesetzt sind, wollen sie kein Einkommensangebot machen. Verhandlungstermine gibt es derzeit nicht.

Seit dem Sommer letzten Jahres ziehen sich schon die Verhandlungen im Bereich der Redakteur/innen an Tageszeitungen. Hier fordert ver.di unter anderem 5,5 % mehr Geld für 12 Monate, auch hier haben die Arbeitgeber den Manteltarifvertrag gekündigt und versuchen drastische Kürzungen durchzusetzen. Damit würde das Lebenseinkommen normaler Redakteure um rund 362.000€ sinken. Am 8. März wird wieder verhandelt.

Diese Presseinformation beruht auf einer Mitteilung der ver.di-Pressestelle Bayern.

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