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    dju in ver.di warnt vor Eskalation auf Lesvos

    dju in ver.di warnt vor Eskalation auf Lesvos

    02.03.2020

    Vorsitzende Tina Groll: EU-Staaten müssen schnellstmöglich Lösung für die Menschen finden und Journalist*innen ungehindert berichten können

    Die Deutsche Journalistinnen- Journalisten-Union (dju) in ver.di ist entsetzt wegen der Menschenrechtssituation an der türkisch-griechischen Grenze und auf den griechischen Inseln und warnte vor einer weiteren Eskalation. „Die aktuellen Zustände auf Lesvos und am griechisch-türkischen Grenzfluss Evros sind unhaltbar. Die Menschen erleben dort eine humanitäre Krise. Die EU-Staaten müssen schnellstmöglich eine gemeinsame Lösung zum Schutz der Geflüchteten finden“, forderte die Vorsitzende der dju in ver.di, Tina Groll.

    Die ohnehin angespannte Lage auf Lesvos hat sich nach der Grenzöffnung der Türkei am Wochenende dramatisch verschlechtert. Auf der Insel herrscht eine aggressive Stimmung gegenüber den ankommenden Geflüchteten, es kommt vermehrt zu Übergriffen durch Bürgerwehren und Rechtsradikale. Dabei sind auch mehrere Journalisten sowie Mitarbeiter*innen von Hilfsorganisationen verletzt worden. Ein deutscher Videojournalist wurde getreten und geschlagen sowie seine Kameraausrüstung ins Meer geworfen.

    „Es bedarf der Journalistinnen und Journalisten vor Ort, die das Geschehen dort für die Öffentlichkeit umfassend dokumentieren und einordnen“, sagte Groll. „Ihre ungehinderte Arbeit muss dringend gewährleistet werden. Wir erwarten von den griechischen Behörden, ihren Schutzpflichten nachzukommen, die Pressefreiheit durchzusetzen und für die Sicherheit unserer Kolleginnen und Kollegen zu sorgen!“

    Pressekontakt

    Cornelia Berger
    Bundesgeschäftsführerin
    Deutsche Journalistinnen- und Journalisten Union dju in ver.di
    Leiterin Bereich Medien und Publizistik Paula-Thiede-Ufer 10
    10179 Berlin
    Telefon: 030-6956 2320
    Mobil: 0160-152 88 27
    E-Mail: cornelia.berger@verdi.de