Pressemitteilungen

    Gruner + Jahr

    Gruner + Jahr

    11.07.2013

    Protest der Freien gegen unfaire Konditionen

    Die Journalistengewerkschaften DJV und dju in ver.di haben die freien Journalistinnen und Journalisten, die für Medien des Verlags Gruner + Jahr arbeiten, zum Widerspruch gegen die neuen Allgemeinen Geschäftsbedingungen von G+J aufgefordert. Auf der von DJV und dju gemeinsam betriebenen Homepage www.faire-zeitungshonorare.de haben die Freien die Möglichkeit, unter Wahrung der Anonymität gegen die AGB des Verlags zu protestieren. Innerhalb weniger Tage machten davon bereits über 100 G+J-Freie Gebrauch.

    Der Grund: Seit Mitte Juni verschickt Gruner + Jahr Rahmenvereinbarungen an Freie als neue Allgemeine Geschäftsbedingungen, die für journalistische Beiträge innerhalb so genannter Markenfamilien gelten sollen. „Den ökonomischen Interessen und den Persönlichkeitsrechten freier Journalisten werden die AGB in keiner Weise gerecht“, kritisierte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken.

    Nach der neuen Rahmenvereinbarung sollen Freie etwa Texte und Bilder für die gesamte „Markenfamilie“ der G+J-Zeitschriften zur Verfügung stellen müssen. Zudem sollen Freie bei Recherchereisen, die von G+J bezahlt werden, nicht für andere Auftraggeber recherchieren oder Fotos machen. Unklar sind der Begriff Auftragsproduktion und die Verteilung der Tantiemen aus den Verwertungsgesellschaften. „Die Rahmenvereinbarung trägt die Handschrift von Gewinnmaximierern, die nur den Profit des Verlags im Blick haben“, sagte der stellvertretende ver.di-Bundesvorsitzende Frank Werneke. Dagegen müssten sich die Freien mit Unterstützung von DJV und dju zur Wehr setzen.




    DJV-Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:
    Hendrik Zörner
    dju: Gunter Haake