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    Reuters: ver.di fordert Verzicht auf geplanten Stellenabbau

    Reuters: ver.di fordert Verzicht auf geplanten Stellenabbau

    15.11.2018

    Zehn von 80 Stellen im Text-Bereich bedroht - Ein Fünftel der Arbeitsplätze bereits in den vergangenen sechs Jahren gestrichen

    Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten Union in ver.di hat die Geschäftsführung der Nachrichtenagentur Reuters aufgefordert, auf den angekündigten Abbau von Redakteursstellen zu verzichten. Zuvor war bekannt geworden, dass bei Reuters Deutschland aus strategischen Gründen zehn von 80 Stellen im Text-Bereich gestrichen werden sollen.

    "Thomson Reuters schreibt Gewinne und ist in Deutschland eine erfolgreiche Nachrichtenagentur", sagte dju-Landesgeschäftsführer von Berlin-Brandenburg, Jörg Reichel. Der Konzern wolle offenbar seine in den kommenden Jahren geplanten Investitionen in Wachstumsregionen wie China durch die Streichung von Stellen unter anderem in Deutschland finanzieren. Der Personalabbau solle über freiwillige Vereinbarungen erfolgen.

    Einen derart massiven Jobabbau hat es bei Reuters in Deutschland noch nie gegeben. Mehr als 20 Prozent der Stellen sind in den vergangenen sechs Jahren bereits weggefallen. TV und Fotografen eingerechnet beschäftigt Reuters in Deutschland noch rund 110 Journalisten, die mit einem Schwerpunkt auf Wirtschafts- und Finanzthemen berichten.

    "Die Redaktion ist in Sorge. Der Rotstift wird ohne Not angesetzt. Die Geschäftsführung täte gut daran, das Vertrauen wieder herzustellen und arbeitsfähige Strukturen sicherzustellen", so Reichel. ver.di will gemeinsam mit dem Betriebsrat die Geschäftsführung zu Gesprächen auffordern.

    Pressekontakt

    Günter Isemeyer
    ver.di-Bundesvorstand
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