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    ver.di: Polizeigewalt gegen Journalistin ist völlig unvertretbar

    ver.di: Polizeigewalt gegen Journalistin ist völlig unvertretbar

    05.05.2020

    Als „völlig unvertretbar“ hat die Landesvorsitzende der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di Berlin-Brandenburg den Übergriff eines Polizisten auf eine Journalistin bei Demos am 1. Mai in Kreuzberg bezeichnet. Der Beamte soll der TV- Kollegin einer Nachrichtenagentur einen gezielten Schlag ins Gesicht versetzt haben, was ihr Verletzungen an der Nase und zwei abgebrochene Zähne einbrachte. „Die Polizei hat die Presse, die eine öffentliche Aufgabe erfüllt, zu unterstützen und vor Übergriffen zu schützen und nicht niederzuschlagen. Die Kollegin trug laut unseren Informationen zum Zeitpunkt des Angriffs ein Soundequipment, darunter eine lange Mikrofonangel, womit sie eindeutig als Pressevertreterin erkennbar war. Außerdem war das TV-Team bereits eine Weile mit der Polizistengruppe mitgegangen, um zu filmen“, sagt Renate Gensch, Landesvorsitzende der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di Berlin-Brandenburg.

    Die dju begrüßt, dass die Polizei Berlin wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt ermittele und fordert eine rasche Aufklärung des Falles und disziplinarische Konsequenzen. Laut Aussagen des TV-Team sei auch der Kameramann bei dem Einsatz zu Boden geworfen worden. „Wir appellieren außerdem an Polizeipräsidentin Dr. Barbara Slowik und Innensenator Andreas Geisel bei der Aus- und Weiterbildung der Polizeibeamten diese für solche Ereignisse zu schulen und ihnen die besondere Stellung der Presse nahezubringen“, so Renate Gensch. Gerne sei die dju auch bereit, entsprechende Schulungen zum Thema Pressefreiheit zu begleiten.

    Für Rückfragen:

    Renate Gensch, Landesvorsitzende der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di Berlin-Brandenburg, mobil: 0177 / 258 38 65.

     

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