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    Gender Pay Gap schließen-Auch im Journalismus

    Gender Pay Gap schließen-Auch im Journalismus

    18.03.2019

    Der Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen betrifft auch den Journalismus: „Journalistinnen liegen im Einkommensvergleich deutlich unter ihren männlichen Kollegen. Außerdem haben sie nach wie vor zu wenig Chancen, in den Chefetagen der Medienhäuser Karriere zu machen. Gerade unter den Freien führt der Versuch, sich mit niedrigeren Honoraren abspeisen zu lassen und dafür Beruf und Familie unter einen Hut zu kriegen, in eine Abwärtsspirale, die in Altersarmut mündet. Aus dieser Spirale heraus helfen Transparenz und Tarifverträge,“ sagte die Bundesvorsitzende der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di, Tina Groll, anlässlich des heutigen Equal-Pay-Days. In Arbeitszeit umgerechnet führt die Einkommensdifferenz von 21 Prozent zwischen Männern und Frauen im bundesweiten Durchschnitt dazu, dass Frauen bis zum 18. März arbeiten müssten, ohne dafür entlohnt zu werden. Deutschland liegt mit dieser Differenz im internationalen Vergleich auf den hinteren Plätzen.

    „Wer wissen will, ob er oder sie im Vergleich zu wenig verdient und ob der Geschlechterdiskriminierung hat, muss erstmal wissen, wie viel andere verdienen. Das ist zum Beispiel in Tarifverträgen klar geregelt. Über das Beratungsnetz für Solo-Selbstständige, selbststaendigen.info, bietet ver.di Freien die Möglichkeit, Honorare zu vergleichen. Dabei setzen wir darauf, dass sich möglichst viele an der entsprechenden Umfrage beteiligen. Das Entgelttransparenzgesetz hingegen hilft den Kolleginnen nicht wirklich weiter, weil es in zu vielen Fällen nicht angewendet werden kann. Um tatsächlich konsequent juristisch gegen Entgeltungleichheit vorgehen zu können, bedarf es grundlegender politischer Korrekturen“, forderte Groll.

    Die Journalistin verwies auf eine Studie der Deutschen Journalisten Schule (DJS), die deutliche Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen im Journalismus belege: „Medien haben eine Vorbildfunktion in der Vermittlung von Rollenbildern. Dem entsprechend müssen auch die Redaktionen endlich weiterkommen und die Lücken in ihren Reihen schließen, damit überkommene Vorstellungen endlich ad acta gelegt werden können“, machte Groll deutlich.

    Hinweis für die Redaktionen:

    Unter https://selbststaendigen.info/honorar-suche/ können bei ver.di Freie Honorare vergleichen. Die Studie der DJS findet sich unter https://www.faktor-xy.org/.

     

    Pressekontakt

    Cornelia Berger

    Bundesgeschäftsführerin der dju in ver.di Leiterin Bereich Publizistik und Medien Tel.: 030.6956-2320 E-mail: cornelia.berger@verdi.de