Tarifrunde rbb: Warnstreik am Freitag

Pressemitteilung vom 26.01.2023

Verhandlungskommission des Senders behauptet, kein Mandat zu haben

Am Donnerstag, dem 26. Januar 2023, hat die zweite Verhandlungsrunde zu Honoraren und Gehältern beim Rundfunk Berlin Brandenburg stattgefunden. „Die Arbeitgeberseite in diesem zweiten Termin Verhandlungsrunde gar nichts angeboten. Zudem war die Verhandlungskommission des rbb heute noch nicht einmal mit einem Verhandlungsmandat ausgestattet, mit der Begründung, dass Intendantin sich noch ein Bild machen müsse. Erst in der 2. Februarhälfte solle es frühestens neue Termine geben. Das zeigt deutlich, dass die Beschäftigteninteressen in der Prioritätenliste ganz hinten stehen. Wir können für diese Haltung keinerlei Verständnis aufbringen. Deshalb rufen wir die Mitarbeitenden zu einem Streiktag am morgigen Freitag, dem 27. Januar auf“, sagte Kathlen Eggerling, zuständige ver.di-Gewerkschaftssekretärin.

Zum Warnstreik aufgerufen sind die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die Auszubildenden sowie die freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen Betriebsteilen des rbb in Berlin und Potsdam sowie allen Landesstudios. Der Warnstreik findet am Freitag, dem 27. Januar 2023, in der Zeit von 5 bis 22:30 Uhr statt, gegen 13 Uhr wird es eine Streikkundgebung in Berlin am Fernsehzentrum in der Masurenallee geben.

ver.di fordert in der laufenden Tarifrunde eine Erhöhung um einen monatlichen Festbetrag über 555 Euro für allen festen (auf jeder Tabellenposition) und freien Mitarbeiter/innen sowie alle Auszubildenden sowie die Anhebung des Honorarrahmens. Der Tarifvertrag soll eine Laufzeit von 12 Monaten haben. In der ersten Verhandlungsrunde haben die Arbeitgeber eine Anhebung der Entgelte um 1,9 Prozent zum 1. Juni 2023, also mit neun Leermonaten angeboten. Nach Auffassung der Arbeitgeber soll der Tarifvertrag eine Laufzeit von 24 Monaten haben. Außerdem wurde eine Einmalzahlung für Festangestellte bis zu 2.000 Euro angeboten. Bei den Freien würde es keine Einmalzahlung geben, wenn die Betreffenden weniger als 84 Tage im Jahr beschäftigt sind. Die volle Summe von 2.000 Euro sollen nur diejenigen erhalten, die mehr als 167 Tage pro Jahr für den rbb tätig sind. „Dieses Angebot haben wir als nicht verhandelbar abgelehnt, weil es nicht im Ansatz den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Rechnung trägt. Es bleibt auch weit hinter den Abschlüssen zurück, die für die anderen ARD-Anstalten bereits getätigt worden sind“, so Kathlen Eggerling.

 

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