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    Notlage der Solo-Selbstständigen anerkennen und helfen!

    ver.di Hessen appelliert an Landesregierung:

    Notlage der Solo-Selbstständigen anerkennen und helfen!

    09.04.2020

    Nachdem sich die wirtschaftliche und finanzielle Lage der Solo-selbstständigen im Haupterwerb täglich zuspitzt haben die beiden Kunstfachgruppen Theater/Bühnen und Musik, der Landesfachbereich Bildung und Wissenschaft, sowie der „Arbeitskreis Volkshochschulen“ in ver.di Hessen einen dringenden Appell an die beiden Staatsminister*innen Dorn und Al-Wazir gerichtet. In dem Schreiben fordern sie, Soforthilfen für Soloselbständige zur Sicherung des eigenen Lebensunterhalts (Unternehmerlohns) bereit zu stellen. Es handelt sich um Kleinstunternehmen wie freiberufliche Künstler*innen, Journalist*innen und solche Freiberufler*innen, die z.B. an Musikschulen auf Honorarbasis Musikunterricht oder Seminare an Volkshochschulen geben.

    Den Appell unterstützen viele Verbände und Organisationen aus dem Film-, Kunst-, Journalismus- und Musikbereich.

    „Viele Solo-Selbstständige haben seit Ausbruch der Coronakrise schlicht keinerlei Einkommen mehr“, so Volker Koehnen von ver.di Hessen, „und die Lage spitzt sich täglich weiter zu“. Es komme in vielen Fällen zum kompletten Ausfall der in Rechnung stellbaren Arbeitsleistung und somit ihres Einkommens, das sie als Unternehmerlohn aus ihren Honoraren beziehen und von dem sie ihre Familien ernähren, so Koehnen weiter. „Unsere plurale, maßgeblich auch von soloselbstständigen Künstler*innen und Freiberufler*innen getragene Kulturlandschaft droht zu verdorren. Freie Journalist*innen erfüllen unsere Pressefreiheit mit Leben. Lehrer*innen, Dozent*innen oder Schriftsteller*innen leisten einen großen Beitrag für Bildung in unserem Land“ ergänzte Gabriel Nyc von ver.di Hessen, hier müsse jetzt endlich unbürokratisch und vor allem schnell geholfen werden, betonte Nyc abschließend.