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    ver.di begrüßt Tarifbindung für Online-Redaktion der Süddeutschen Zeitung

    30.06.2021

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) begrüßt die Entscheidung von Geschäftsführung und Aufsichtsrat der Süddeutschen Zeitung (SZ), den Flächentarifvertrag im Zuge der Zusammenführung von SZ Print und SZ Digitale Medien (SZDM) auch auf die weit über 100 Beschäftigten der Online-Redaktion auszuweiten.

    „Die Geschäftsleitung sendet das richtige Signal der Wertschätzung, wenn künftig auch die Onlinerinnen und Onliner von den tariflichen Standards profitieren sollen. Zugleich ist es ein klares Statement in den Medienmarkt. Die Süddeutsche geht damit selbstbewusst und überzeugt von der Stärke ihrer Produkte aus Print- und Onlineredaktion vor und macht ein nachhaltiges Angebot an Fachkräfte und Seiteneinsteiger in den Journalismus“, erklärte das für Medien zuständige ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christoph Schmitz. Bisher arbeiteten die Beschäftigten der SZ-Online-Redaktion zu schlechteren Bedingungen als ihre Print-Kolleginnen und -Kollegen. Das sei weder gerecht noch zeitgemäß, so Schmitz. Es sei gut, dass die SZ das erkannt habe und nun den richtigen Schritt tue.

    In Zeiten, in denen über alle Branchen hinweg immer weniger Unternehmen nach Tarif zahlten und immer mehr Verlage Tarifflucht betrieben, mache die SZ-Geschäftsführung vor, dass es auch anders gehen könne. „An den Menschen zu sparen, heißt auch an der Qualität zu sparen. Gute Bezahlung, eine hochwertige Ausbildung und wertschätzende Arbeitsbedingungen in den Redaktionen schaffen überhaupt erst die Voraussetzungen für ein erstklassiges publizistisches Niveau“, stellte Schmitz klar. Dies trage auch dazu bei, das eigene Profil als attraktiver Arbeitgeber zu schärfen. Er forderte andere Verlage auf, dem Beispiel der SZ zu folgen und überkommene Hierarchien zwischen Print- und Online-Redaktionen abzubauen. „Wer die gleiche Arbeit für ein gemeinsames journalistisches Produkt leistet, hat auch einen Anspruch auf die gleichen und vor allem fairen Arbeitsbedingungen“, so Schmitz.

    Pressekontakt
    Daniela Milutin
    ver.di-Bundesvorstand
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