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    ver.di zum Verkauf des sh:z

    ver.di zum Verkauf des sh:z

    25.02.2016

    ver.di sieht im Verkauf des sh.z einen „Umbruch in der schleswig-holsteinischen Medienlandschaft“

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) sieht in der Übernahme des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages (sh.z) durch die Neue Osnabrücker Zeitung einen Umbruch in der Medienlandschaft Schleswig-Holsteins.

    „Mit dieser Übernahme setzt sich in der Zeitungsbranche das fort, was allgemein Konsolidierung genannt wird“, sagte ver.di-Fachbereichsleiter Martin Dieckmann.

    Für Schleswig-Holstein bedeute dies jedoch, dass eines der größten Medienunternehmen des Landes mehr oder weniger abhängig werde von übergreifenden Konzernzielen. „Dadurch, dass die NOZ sämtliche Anteile des sh.z erworben hat, droht ein Zustand, den man anderswo leidhaft erfahren hat: Es wird von Osnabrück ‚durchregiert‘ “, erklärte Dieckmann.

    Innerhalb der schleswig-holsteinischen Zeitungslandschaft käme so eine erhebliche Machtverschiebung zustande – neben dem Hannoveraner Madsack-Konzern, der die Ostsee-Küste kontrolliere, fiele nun ein weiterer Riesenanteil an Auflage und Reichweite an die Neue Osnabrücker Zeitung.

    „Ob und in welchem Ausmaße hierdurch die Beschäftigten des sh.z unmittelbar betroffen sein werden, ist derzeit offen. Als Gewerkschaft werden wir die anstehenden Veränderungen übergreifend kritisch und eingreifend begleiten“, kündigte Dieckmann an.

     

    Pressekontakt

    Martin Dieckmann Fachbereichsleiter Medien, Kunst und Industrie
    ver.di-Landesbezirke Hamburg und Nord
    Besenbinderhof 60, 20097 Hamburg
    Tel.: 040-2858-4081
    Mobil: 0160-3670129
    E-Mail: martin.dieckmann@verdi.de