Tagesspiegel: Eintägiger Warnstreik beschlossen!

Pressemitteilung vom 25.03.2022

"Nach der achten Tarifverhandlung müssen wir feststellen: Wir kommen am Verhandlungstisch nicht mehr weiter!"

Die Signale vor der letzten Tarifverhandlung waren stark: 130 Kolleginnen und Kollegen aus Redaktion und Verlag haben gemeinsam im Rahmen einer aktiven Mittagspause für einen Tarifvertrag protestiert.

In der achten Tarifverhandlung am Mittwoch, 23. März, blieben die Arbeitgeber aber hart und machten kein besseres Angebot. Eine Anpassung an die Tarifverträge soll es nur geben, wenn der Tagesspiegel im vorangegangen Jahr jeweils „schwarze Zahlen“ geschrieben hat. Frühestens Anfang 2023 soll es die erste Gehaltserhöhung geben. Die Geschäftsführung begründet dies jetzt auch mit steigenden Kosten durch den russischen Krieg in der Ukraine sowie den hohen Energie- und Papierkosten. Wir fordern dagegen, dass für die kommenden Jahre schrittweise Gehaltssteigerungen verbindlich vereinbart werden.

Nach der achten Tarifverhandlung müssen wir feststellen: Wir kommen am Verhandlungstisch nicht mehr weiter! Die Gewerkschaften werden daher zeitnah alle Beschäftigten des Tagesspiegel zu einem befristeten Warnstreik aufrufen. Das hat die von den Gewerkschaftsmitgliedern gewählte Tarifkommission am Donnerstag einstimmig beschlossen. Der Warnstreik soll einen Arbeitstag lang dauern. An einem Warnstreik dürfen alle Beschäftigten, egal ob Gewerkschaftsmitglied oder nicht, teilnehmen, von der Volontär*in bzw. Auszubildende*n bis zur Angestellten im Verlag und Redakteur*in. Gewerkschaftsmitglieder erhalten ein Streikgeld. 

Unsere Forderungen:

1.  Für die Redaktion: Gehälter und Regelungen nach Manteltarifvertrag und Gehaltstarifvertrag Tageszeitungen

2.  Für den Verlag: mindestens Gehälter nach Gehaltstarifvertrag Tageszeitungen Angestellte Tageszeitungen NRW, da Jahresleistung und Urlaubsgeld schon in einem Haustarifvertrag tarifiert sind.

Wir werden Euch zeitnah informieren, wie ein Warnstreik konkret abläuft und welche Rechte Ihr dabei habt. Der konkrete Tag wird erst kurz vorher festgelegt und mitgeteilt.

Die Tarifkommission ver.di und DJV Berlin/JVBB

Jörg Reichel
Landesgeschäftsführer dju in ver.di Berlin-Brandenburg
Mail: Joerg.Reichel@verdi.de