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    dju in ver.di: Maaßen muss Manipulationsvorwürfe belegen oder abberufen werden

    07.09.2018

    Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di hat den Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz Hans-Georg Maaßen aufgefordert, seine Manipulationsvorwürfe gegen Journalistinnen und Journalisten unverzüglich zu belegen. "Uns liegen Berichte von Kolleginnen und Kollegen aus Chemnitz vor, die die Authentizität der Hetzjagden und Übergriffe bezeugen. Wer leugnet, dass diese Ereignisse stattgefunden haben, verfolgt offenbar eine eigene politische Agenda. Falls Herr Maaßen seine Aussagen nicht zweifelsfrei belegen kann, ist er für ein so hohes Amt nicht geeignet und muss schnellstens abberufen werden", forderte die Bundesgeschäftsführerin der dju, Cornelia Haß.

    Maaßen hatte Hetzjagden während der Demonstration in Chemnitz angezweifelt und die Vermutung geäußert, entsprechende Filmaufnahmen seien "gezielte Falschinformation". Dies sei ein konkreter Vorwurf von Manipulation durch die Medien, so die dju. "Die Medien spielen in unserer Demokratie eine unverzichtbare Rolle. Die Art und Weise, wie derzeit immer wieder diese Rolle in Zweifel gezogen wird, ist inakzeptabel. Der Präsident eines Staatsorgans muss solche öffentlich geäußerten Vorwürfe auch öffentlich belegen können, wenn er sich nicht dem Verdacht aussetzen will, rechter Gewalt in Deutschland den Weg zu bereiten", sagte Haß.

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    Günter Isemeyer
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