Warnstreik bei der Augsburger Allgemeinen

Pressemitteilung vom 09.03.2018

Unzufriedenheit mit den laufenden Tarifverhandlungen

Die Gewerkschaft ver.di hat die Redakteurinnen und Redakteure der Augsburger Allgemeine – in der Zentralredaktion in der Curt-Frenzel-Straße - am heutigen Freitag, 9. März, zu einem ersten befristeten Warnstreik von einer Stunde aufgerufen. Dies ist ein erstes Zeichen der Unzufriedenheit mit den derzeit laufenden Tarifverhandlungen für Tageszeitungsredaktionen.

Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union in ver.di fordert für Redakteurinnen, Redakteure und Volontärinnen und Volontäre eine Erhöhung der Gehälter von 4,5 Prozent, mindestens aber 200 Euro. Insbesondere die Mindesterhöhung von 200 Euro würde vor allem den Einstiegsgehältern zugutekommen, so ver.di-Sekretär Rudi Kleiber.

In der zweiten Verhandlungsrunde legten die Zeitungsverleger folgendes Angebot vor:

  • 2,4 Prozent in zwei Stufen ab 01.08.2018, davon sieben Nullmonate von 1. Januar bis 31. Juli 2018
  • Laufzeit 30 Monate
  • Weitere Einschränkung der Berufsjahrestaffel

Dieses Angebot der Zeitungsverleger ist völlig ungenügend, es ist eine Zumutung und ein verheerendes Signal für die Redaktionen, so Kleiber. Diese würden es sich absehbar nicht gefallen lassen, weiter hinter der allgemeinen Einkommensentwicklung hinter her zu hinken.

Die Verhandlungen werden am 12. März in Stuttgart fortgesetzt.