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    Journalismus braucht Vertrauen - Vertrauen braucht gute Ausbildung …

    Journalismus braucht Vertrauen - Vertrauen braucht gute Ausbildung und Strukturen

    26.01.2019

    "Wer das Vertrauen in den Journalismus und das journalistische Produkt stärken will, kommt um eine gute journalistische Aus- und Weiterbildung nicht herum", erklärte Frank Werneke, stellvertretender Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), anlässlich des heute in Berlin stattfindenden 32. Journalistentages der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di.

    Da die Refinanzierung journalistischer Produkte im digitalen Zeitalter äußerst schwierig geworden sei, sei auch die Währung Vertrauen im Wert gestiegen, so Werneke weiter. "Und Vertrauen basiert auf sauberem Handwerk, sprich sauberer Recherche und Umsetzung." Der Fall Claas Relotius beweise, dass dies auch gründlich schiefgehen könne. "Unabhängig von der kriminellen Energie, die hier am Werk war, muss man an den Strukturen ansetzen. Dazu gehört, den Befürchtungen von Whistleblowerinnen und Whistleblowern professionell nachzugehen, anstatt Druck auf sie auszuüben. Denkbar wäre eine Beschwerdestelle bei Verdachtsfällen im Journalismus."

    Zudem betonte Werneke, dass die Anforderungen an den journalistischen Beruf gestiegen seien. Die technischen Möglichkeiten und damit auch die Anforderungen an die Arbeit hätten sich vervielfacht, dies zeige das Beispiel trimedialer Produktionen. Die gestiegenen Anforderungen erforderten eine umfassende und solide Aus- und Weiterbildung fester und freier Journalistinnen und Journalisten.

    Hinweise für die Redaktionen:
    Unter dem Titel "Zurück in die Zukunft - Push the Button!" diskutieren heute rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Journalistentag in der ver.di-Bundesverwaltung in Berlin mit zahlreichen Expertinnen und Experten über das Thema journalistische Aus- und Weiterbildung. Geblickt wird unter anderem darauf, welche Wege heute in die Redaktionen führen, welche Weiterbildung feste und freie Journalistinnen und Journalisten brauchen, aber auch, was zusätzlich zum journalistischen Handwerk nötig ist. In Workshops geht es darum, wie Auskunftsrechte genutzt werden können, welche Social-Media-Tools bei der Arbeit hilfreich sind und wie freie Journalistinnen und Journalisten voneinander profitieren können.

    Auf Twitter kann die Veranstaltung unter #jt19 verfolgt werden. Auf M Online ( https://mmm.verdi.de ) wird ab dem Mittag berichtet. Zudem veröffentlicht epd-Medien zeitnah eine Dokumentation des Journalistentags. Das vollständige Tagungsprogramm finden Sie hier:

    https://dju.verdi.de/journalistentag

    Für weitere Informationen und O-Töne erreichen Sie die Geschäftsführerin der dju in ver.di, Cornelia Berger, unter 0160-152

    88 27.

    Pressekontakt

    Richard Rother
    ver.di-Bundesvorstand
    Paula-Thiede-Ufer 10
    10179 Berlin
    Tel.: 030/6956-1011 und -1012
    Fax: 030/6956-3001
    E-mail: pressestelle@verdi.de