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    Unterstützung von weltweitem Frauenstreik

    dju in ver.di fordert Lohngleicheit und Teilhabe

    Unterstützung von weltweitem Frauenstreik

    07.03.2019

    Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di unterstützt die weltweite Initiative zum Streik von Frauen und Queers am 8. März: „Der Journalismus wird zunehmend weiblich, seit vielen Jahren dominieren die Frauen die Ausbildungszahlen - nur in den Entscheidungspositionen kommen sie noch viel zu selten an. Das muss sich ändern, grade auch im Journalismus, der stark geprägt ist von individuellen Sichtweisen. Um ein vollständiges Bild von der Welt zu vermitteln, müssen diese Sichtweisen so divers sein, wie es auch die Welt ist“, forderte die dju-Bundesvorsitzende Tina Groll.

    Auch im Journalismus zeige sich: Je weiblicher ein Berufsfeld wird, desto häufiger werden prekäre Beschäftigungsformen. Vor allem Journalistinnen wählten zudem die Freiberuflichkeit, in der Hoffnung, auf diese Weise Beruf und Familie besser unter einen Hut zu kriegen: „Viele Kolleginnen bezahlen ihre Arbeit als Freie mit einem niedrigeren Verdienst und der Aussicht auf weibliche Altersarmut“, kritisierte Groll.

    Die dju in ver.di kämpfe dafür, als wirksames Mittel gegen Lohndiskriminierung die Tarifbindung zu stärken, Vergütungsregeln für Freie verbindlich umzusetzen sowie Lösungen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu finden und bekannt zu machen. Eine Absage erteilte Groll der Forderung nach mehr Flexibilisierung: „Das ist nicht die Lösung. Eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung hat uns ja ganz aktuell gezeigt, dass die Möglichkeit, mehr Homeofficearbeit machen zu können vor allem bei Müttern zu mehr Überstunden führt. Und im Journalismus sind diese vor allem eins: unbezahlt.“

    Hinweis für die Redaktionen:

    Den vollständigen Aufruf zum weltweiten Streik für einen anderen Journalismus sowie die Möglichkeit zu unterzeichnen finden Sie unter folgendem Link:

    https://tinyurl.com/y3zayw89

     

    Pressekontakt

    Cornelia Berger
    Bundesgeschäftsführerin
    Deutsche Journalistinnen- und Journalisten Union dju in ver.di
    Leiterin Bereich Medien und Publizistik Paula-Thiede-Ufer 10
    10179 Berlin
    Telefon: 030-6956 2320
    Mobil: 0160-152 88 27
    E-Mail: cornelia.berger@verdi.de