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    Axel-Springer-Verlag lässt Beschäftigte bei Madsack im Stich

    Axel-Springer-Verlag lässt Beschäftigte bei Madsack im Stich

    08.07.2015

    Vorzeitige Kündigung der Druckaufträge

    Mit der vorzeitigen Kündigung seiner Druckaufträge schädigt der Axel-Springer-Verlag die Madsack-Belegschaft, die sich derzeit gegen die drohende Schließung ihrer Druckerei wehrt. Indem der Axel-Springer-Verlag der Belegschaft die Arbeit entzieht, versucht er, den Widerstand der Beschäftigten ins Leere laufen zu lassen.

    Zum Hintergrund: Die Mediengruppe Madsack, an der unter anderem die SPD-Medienholding DDVG beteiligt ist, plant ihre Druckerei in Hannover zum Jahreswechsel zu schließen und die Druckaufträge an eine Druckerei ohne Tarifbindung zu vergeben. Dadurch sind 180 Arbeitsplätze gefährdet. Als Betriebsrat und Beschäftigte Protestaktionen gegen die Schließung ankündigten, kündigte der Axel-Springer-Verlag kurzfristig die Druckaufträge. Am Freitag, 10. Juli 2015, soll die Bild-Zeitung zum letzten Mal in Hannover gedruckt werden. Zur Begründung führt der Axel-Springer-Verlag gegenüber Madsack an, dass durch mögliche Arbeitsniederlegungen der Druck der Bild-Zeitung nicht mehr gewährleistet werden könne, erklärte der Betriebsrat von Madsack.

    „Es ist ein völlig inakzeptables Verhalten des Axel-Springer-Verlages, bei der bloßen Ankündigung von Protestaktionen der Beschäftigten, die um ihre tarifliche und soziale Existenz ringen, Druckaufträge abzuziehen“, erklärte Frank Werneke, stellvertretender Bundesvorsitzender der Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). „Über viele Jahre hat die Belegschaft der Madsack-Druckerei unerlässlich und engagiert die Druckaufträge von Springer erfüllt. Ausgerechnet jetzt, zu einem Zeitpunkt, an dem Betriebsrat und ver.di über Lösungen für einen Weiterbetrieb der Druckerei verhandeln, wird ein erheblicher Teil des Absatzvolumens schlagartig abgezogen. Das erschwert Protest und Widerstand der Belegschaft von Madsack gegen die geplante Schließung der Druckerei“, sagte Werneke.

    ver.di befindet sich in Verhandlungen mit Madsack, um die zu Ende des Jahres angekündigte Schließung der Druckerei zu verhindern.

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    Eva Völpel
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