33. Journalismustag am 25. Januar 2020: "Hinschauen, weghören, einstehen? Alles eine Frage der Haltung"

    Mit einem klaren Appell für mehr Haltung im Journalismus zur Verteidigung demokratischer Werte und bedrohter Journalistinnen und Journalisten hat ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christoph Schmitz in Berlin den 33. Journalismustag der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) eröffnet. Der Journalismustag im Berliner ver.di-Haus war mit 200 Gästen auch in diesem Jahr wieder ausgebucht.

    Angesichts zunehmend polarisierter Debatten und verstärkter Angriffe von rechts auf Journalistinnen und Journalisten, Redaktionen oder den öffentlich-rechtlichen Rundfunk betonte Schmitz: „Wir brauchen im Journalismus mehr Haltung gegen antidemokratische Entwicklungen in der Gesellschaft. Demokratie und Pressefreiheit sind das Fundament einer humanen, solidarischen Gesellschaft. Das gilt es zu verteidigen.“

    Christoph Schmitz vom ver.di-Bundesvorstand

    Christoph Schmitz
    © Kay Herschelmann

    dju-Vorsitzende Tina Groll

    dju-Vorsitzende Tina Groll
    © Kay Herschelmann

    Begleitet wurde der Journalismustag von einem wahren Twitter-Gewitter mit vielen zufriedenen, zustimmenden und lobenden Beiträgen. Knapp zusammengefasst: "War ein spannender Tag!",  "Haltung ist nötig ist nötig ist nötig. Ein wunderbarer Tag mit Kollegen aus Deutschland und Europa. Danke an die @djuverdi für das Programm zum 33.Journalismustag! ",  "Es war mir ein Fest! Danke Berlin!"

    Die Moderation des 33. Journalismustags hatte die dju-Vorsitzende Tina Groll. Bei den Diskussionen wurde sie unterstützt von der früheren dju-Jugendvertreterin im Bundesvorstand, Miriam Scharlibbe, der Hamburger Gewerkschaftssekretärin Tina Fritsche und dju-Bundesgeschäftsführerin Cornelia Berger.

    Pünktlich zum Journalismustag ist auch die neue ver.di-Broschüre „Journalismus und Polizeiarbeit“ erschienen. Sie gibt einen Überblick, welche Rechte Journalistinnen und Journalisten gegenüber der Polizei haben, etwa auf Demonstrationen.

    Ein ausführlicher Bericht zum Journalismustag 2020 ist in M Online erschienen.

    Der nächste Journalismustag wird am 23. Januar 2021 im Berliner ver.di-Haus stattfinden.

    

    Hamburger Morgenpost erhalten

    Re­so­lu­ti­on

    Mit Blick auf die frag­wür­di­gen Ver­kaufss­ze­na­ri­en von Du­Mont in Be­zug auf die „Ham­bur­ger Mor­gen­post“ ha­ben die Teil­neh­men­den des ver­.­di-­Jour­na­lis­mus­ta­ges fol­gen­de Re­so­lu­ti­on ver­ab­schie­det: Sie „for­dern die Du­Mont Me­dien­grup­pe auf, ih­rer Ver­ant­wor­tung als Ver­le­ger und Ar­beit­ge­ber ge­recht zu wer­den und die Ein­heit von Zei­tung und On­li­ne­por­tal der Ham­bur­ger Mor­gen­post bei Ver­kaufs­ver­hand­lun­gen bei­zu­be­hal­ten. Ein al­lei­ni­ger Ver­kauf des lu­kra­ti­ven On­li­ne-Por­tals bei Ein­stel­lung der Zei­tung kommt nicht in Fra­ge, so­wohl für die An­ge­stell­ten, wie auch für die Ham­bur­ger Le­ser und Le­se­r­in­nen, die da­mit so gut wie al­le pu­bli­zis­ti­sche Viel­falt in ih­rer Stadt ein­bü­ßen wür­den.“

    Alle Plätze besetzt beim 33. Journalismustag

    33. Journalismustag
    © Kay Herschelmann

    DJS-Film: "Haltung im Journalismus? Oder soll man es lassen?"

    Solidarität mit Julian Assange

    Re­so­lu­ti­on

    Auf den le­bens­be­droh­li­chen Zu­stand des Wi­ki­leak-Grün­ders Ju­li­an Assan­ge und die Not­wen­dig­keit zu han­deln, wies Cor­ne­lia Ber­ger, dju-Bun­des­ge­schäfts­füh­re­rin hin. Nichts recht­fer­ti­ge den Um­gang mit ihm und da­mit den Um­gang mit der Pres­se­frei­heit. Das fand brei­te Zu­stim­mung durch die Teil­neh­mer*in­nen des Jour­na­lis­mus­ta­ges.

    ver.di Kampagnen