Titel des Journalismustags "Bye bye bad news: Mit Constructive Journalism durch die Krise" und neues Datum 30.04.2022. Darunter #youllneverwritealone
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    Journalismustag 2022 abgesagt

    dju in ver.di unterstützt wegen des Ukraine-Kriegs geflüchtete Medienschaffende

    Ende letzten Jahres hatten wir beschlossen, den 35. Journalismustag der dju in ver.di auf den 30. April 2022 zu verschieben, damit er auch tatsächlich als Präsenzveranstaltung stattfinden kann. Doch dann hat uns -mitten in der Vorbereitung der Veranstaltung- der russische Überfall auf die Ukraine am 24. Februar erneut vor schwere Entscheidungen gestellt. Ist es angesichts der weltpolitischen Lage und des unfassbaren Leids der ukrainischen Bevölkerung richtig, eine Tagung unter dem Titel „Bye bye bad news – Mit Constructive Journalism durch die Krise?“ abzuhalten? Finden wir es vertretbar, erhebliche Mittel für diese Veranstaltung auszugeben, während Menschen in der Ukraine und Geflüchtete derzeit auf unsere Solidarität vor allem auch in finanzieller Hinsicht angewiesen sind?

    Der Vorstand der Fachgruppe Medien, Journalismus und Film hat zu diesen Fragen eine schmerzhafte Debatte geführt und schließlich einstimmig entschieden, den Journalismustag im Jahr 2022 abzusagen und die dadurch freiwerdenden Mittel zur praktischen Unterstützung wegen des Ukraine-Kriegs geflüchteter Medienschaffender einzusetzen. Der Bundesvorstand der dju in ver.di hat dann beschlossen, sich mit einem fünfstelligen Betrag am von Reporter ohne Grenzen, der Rudolf Augstein Stiftung und der Schöpflin-Stiftung ins Leben gerufenen JX Fund zu beteiligen, einem europäischen Fonds für Journalismus im Exil. Der JX Fund bündelt Hilfsangebote von Unternehmen, staatlichen Stellen und gesellschaftlichen Initiativen in Deutschland und leitet sie gezielt dorthin weiter, wo sie am dringendsten gebraucht werden.

    Statt des Journalismustags werden wir uns in digitalen Medien-Meetings mit den berufspolitischen Fragen im Journalismus und natürlich den Berichten aus und über den Ukraine-Krieg befassen.

    Bedanken möchten wir uns schließlich noch bei der STATION Berlin, dem geplanten Veranstaltungsort des Journalismustags, für das großzügige Entgegenkommen bei der Stornierung der Veranstaltung.

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