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    Quartalsbericht 1/2016 zur Medienwirtschaft

    Quartalsbericht 1/2016 zur Medienwirtschaft

    Branchenübersicht - Der Musikmarkt wächst wieder

    Die Musikindustrie konnte 2015 zum dritten Mal hintereinander steigende Umsätze melden und betrachtet ihre Krise als überwunden. Wachstumstreiber ist hier, ebenso wie beim Heimkino – das Internetstreaming. Die traditionellen Kinos freuen sich über ein Rekordjahr 2015, auf dem Buchmarkt wurde eine zentrale Statistik wegen methodischer Mängel ausgesetzt. Das Radio- und Fernsehgeschäft brummt. Die Zeitungsverleger zeigen sich in einer Umfrage trotz schrumpfender Geschäfte optimistisch, die Zahl der Titel bei Publikumsmagazinen wächst weiter. Hintergrund für alldies sind steigende Werbeumsätze im vergangenen Jahr und auch im ersten Quartal 2016.

    Konzernübersichten - Burda geht nach Westen

    Burda hat 2015 weniger umgesetzt als 2014 und zieht sich aus Russland und der Ukraine zurück – wegen des „geopolitischen Risikos“. Andere führende Medienkonzerne, wie Bertelsmann, Axel Springer und ProSiebenSat.1, haben im vergangenen Jahr hingegen ein starkes Wachstum hingelegt. Die Zahl der Übernahmen und Beteiligungen bei Medienunternehmen hat sich 2015 auf Vorjahresniveau entwickelt. Die Funke-Gruppe „glänzt“ wieder einmal durch Personalabbau, die SWMH zeigt sich optimistisch und die FAZ-Gruppe wagt sich mit einer neuen Wochenzeitung auf den Markt.

    Übernahmen und Beteiligungen: Von Azet bis WinLocal

    Zwischen Januar und März wurden Meldungen zu 56 Übernahmen von oder Beteiligungen an Medienunternehmen sowie zur Gründung von Gemeinschaftsfirmen bekannt. Hervorstechend waren die Übernahme der Medienholding Nord durch die Neue Osnabrücker Zeitung, der Lübecker Nachrichten durch Madsack und der dänischen Jacobsen-Gruppe durch Burda. Auch der Kauf des Kabelbetreibers Tele Columbus durch United Internet berührt die Marktstrukturen.