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    Streiks in Tageszeitungsredaktionen zu fünfter Verhandlungsrunde …

    Streiks in Tageszeitungsredaktionen zu fünfter Verhandlungsrunde ausgeweitet

    Demonstrationen in sechs Bundesländern

    Begleitet von Streiks in Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sind heute (29. Juni) die Tarifverhandlungen für die über 14.000 Tageszeitungsjournalistinnen und –journalisten in Berlin in die fünfte Runde gegangen.

    Damit wurden die Streiks in den Redaktionen erneut ausgeweitet. Bereits gestern hatten rund 800 Beschäftigte die Arbeit niedergelegt, in diversen Regionen erscheinen Tageszeitungen daher derzeit nur in reduziertem Umfang. Streikdelegationen aus Rostock und Hannover demonstrierten vor Verhandlungsbeginn in Berlin, in Bielefeld und Essen finden Kundgebungen mit mehreren Hundert Tageszeitungsjournalistinnen und –journalisten statt: „Die Kolleginnen und Kollegen geben mit ihren Streiks ein unüberhörbares Signal: Sie wollen endlich ein verhandlungsfähiges Angebot ihrer Verleger, das ihrer journalistischen Arbeit gerecht wird“, erklärte der stellvertretende Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und Verhandlungsführer, Frank Werneke.

    Der BDZV habe bis jetzt nur vollkommen inakzeptable Angebote vorgelegt: „Die Beschäftigten in den Tageszeitungsredaktionen haben mit ihren Streiks in den vergangenen Tagen und Wochen deutlich gemacht, dass sie sich nicht mit minimalen Einkommenserhöhungen abspeisen und weiter von der Einkommensentwicklung abkoppeln lassen“, bekräftigte Werneke.