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    Ergebnislos vertagt

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    Kampagne rein in die dju - Arbeit Hansen Kommunikation Arbeit

    Zweite Tarifrunde für Zeitschriftenredaktionen ergebnislos – Erneut kein Angebot der Verleger

    Die Tarifverhandlungen für die rund 9.000 Redakteurinnen und Redakteure, die in deutschen Zeitschriftenredaktionen, für Publikums-, Fachzeitschriften oder die konfessionelle Presse arbeiten, sind auch in der zweiten Runde ergebnislos vertagt worden. Der Verhandlungsführer der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di, Matthias von Fintel, kritisierte, dass der Verband Deutscher Zeitungsverleger (VDZ) erneut kein konkretes Angebot vorgelegt habe. Stattdessen wolle der VDZ über einen Abschluss mit mehrjähriger Laufzeit verhandeln. „Wir können unseren Kolleginnen und Kollegen unmöglich in den kommenden Jahren Reallohnverluste zumuten. Das ist der Leistung, die in den Redaktionen täglich erbracht wird, nicht angemessen – und entspricht auch nicht der wirtschaftlichen Situation der Branche, die mehrheitlich stabil ist“, sagte von Fintel. Er erwarte, dass die VDZ-Vertreter in der dritten Verhandlungsrunde am 25. November in Hamburg ihre Vorstellungen für spürbare Gehaltserhöhungen darlegten.

     „Wir sind nach wie vor sehr daran interessiert, in absehbarer Zeit zu einem Abschluss zu kommen, allerdings zu akzeptablen Bedingungen“, unterstrich von Fintel. Die fortgesetzte Hinhalte-Politik des VDZ provoziere verständlicherweise Unmut. Schließlich läge die letzte Tariferhöhung um 1,5 Prozent bereits 21 Monate zurück: „Eine spürbarere Einkommenserhöhung ist jetzt überfällig.“

    Die dju in ver.di fordert eine Erhöhung der Gehälter um sechs Prozent und die Einbeziehung von Online-Redakteurinnen und -Redakteuren in den Geltungsbereich der Tarifverträge: „Der VDZ muss sich der Tatsache stellen, dass die Arbeit von Online- und Print-Redaktionen ineinander greift. Zeitgemäße Tarifverträge sollten diese Entwicklung nachvollziehen", machte von Fintel deutlich.