Nachrichten

    Jetzt wird's konkret - Aber nicht besser!

    Jetzt wird's konkret - Aber nicht besser!

    Jetzt wird’s konkret – Aber nicht besser: Kürzungspläne der Verleger sind nicht akzeptabel!

    Die Verlegervorstellungen im detaillierten Überblick

    In der fünften Verhandlungsrunde für die rund 14.000 Redakteurinnen und Redakteure sowie Freie bei Tageszeitungen haben die Vertreter des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) erstmals ihre Kürzungspläne beziffert. Alle, die dachten, es wird schon nicht so schlimm sein, können sich vom Gegenteil überzeugen: Die Verleger wollen Ausgaben kürzen – Zulasten der Kolleginnen und Kollegen, das ist klar ersichtlich und was die geforderten Kürzungen für jeden und jede genau bedeuten, lässt sich mit einem Blick in die Gehaltstabellen und Tarifverträge ausrechnen. Nicht nur das kaum als solches zu bezeichnende Gehaltsangebot, das der BDZV vorgelegt hat, sondern auch das Bestehen auf spürbaren Kürzungen in den manteltariflichen Regelungen lassen daher eine zeitnahe Einigung unwahrscheinlich erscheinen – Und machen es umso wichtiger, dass aus den Redaktionen heraus nach den ersten Streiks, die ein sichtbares Zeichen gegen Tarifabbau und für bessere Bedingungen gesetzt haben, spürbarer Druck auf die Verleger entsteht!

    Denn die Journalistinnen und Journalisten sollen nach Jahren des Reallohnverlusts im kommenden Jahr mit einer Einmalzahlung für 2014 und dann erst im Jahr 2015 mit einer Gehaltserhöhung von maximal 1,4 Prozent abgespeist werden, während es für viele Redakteurinnen und Redakteure insbesondere im Norden eine komplette Nullrunde bis mindestens Ende 2015 geben soll: Das ist genau so wenig akzeptabel wie die geplante Kürzung des Urlaubsgelds und der Jahresleistung. Da soll es statt bisher mindestens 1,75 Monatsgehältern künftig nur noch zwischen 1,5 oder einem Monatsgehalt geben. Durch erzwingbare Betriebsvereinbarungen sollen diese Einkommensbestandteile zusätzlich reduziert werden können. Darüber hinaus soll der Urlaubstageanspruch eingefroren und für Neueinzustellende auf 30 Tage begrenzt werden.

    Jetzt gilt’s, den Protest gegen Verschlechterungspläne des Verlegerverbandes zu verstärken!

    Aus der pdf-Datei geht hervor, was der BDZV im Einzelnen fordert.