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    Warnstreik im Süden

    Warnstreik im Süden

    Protest in Stuttgart Joachim E. Röttgers GRAFFITI Protest in Stuttgart

    Protest auf dem Stuttgarter Schlossplatz

    Bei den Honorar- und Gehaltstarifverhandlungen mit dem Bund Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) herrscht Stillstand. Die Verleger behaupten, den Flächentarifvertrag mit einem äußerst kleinteiligen Regionalisierungsmodell retten zu wollen. Für die dju in ver.di ist das ein vollkommen abwegiges Konzept. "Faire Erhöhung nach zehn Jahren der Flaute" heißt die Forderung der Beschäftigten, und das bedeutet 5,5 Prozent mehr Gehalt, mehr Pauschale, mehr Honorar. "Trotz Strukturproblemen werden immer noch ordentliche Gewinne gemacht. Daran wollen die Redakteure, Pauschalisten und Freie teilhaben", erklärte Gerd Manthey von ver.di Baden-Württemberg.
    Vom Streik betroffen waren vor allem die beiden Stuttgarter Zeitungen, aber auch Heilbronn, Ulm, Tübingen, Reutlingen und Mannheim.

    Soliadresse der IG Metall

    Die IG Metall Baden-Württemberg schickte den 300 streikenden Kolleginnen und Kollegen der Tageszeitungeredaktionen eine Solidaritätserklärung und sagte eigens ein anberaumtes Pressegespräch deswegen ab. "Einkommensverzicht war und ist keine Lösung. Ihr habt unsere Solidarität. Bleibt standhaft!"