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    Erster Streik bei "Pressedienst Frankfurt"

    Erster Streik bei "Pressedienst Frankfurt"

    Warnstreik auch bei Frankfurter Societäts-Medien wegen Tarifverhandlungen für Tageszeitungen

    Frankfurt am Main, 11. April 2014. Zum ersten Mal in der fünfjährigen Unternehmensgeschichte haben am Freitag, 11. April, rund 35 Beschäftigte des Werkvertragsunternehmens „Pressedienst Frankfurt“ die Arbeit niedergelegt, um für einen Anerkennungstarifvertrag zu kämpfen. Das Unternehmen mit  insgesamt rund 50 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern produziert unter anderem die Regionalseiten und den digitalen Auftritt der „Frankfurter Rundschau“.  Die Beschäftigten, überwiegend Redakteurinnen und Redakteure, werden bisher weit unter dem Tarifniveau der Zeitungsbranche bezahlt.

    Ebenfalls im Streik sind heute die Redakteurinnen und Redakteure der Frankfurter Societäts-Medien (Frankfurter Neue Presse, Taunus-Zeitung, Nassauische Neue Presse und Höchster Kreisblatt). Sie wollen noch einmal den Druck auf die bundesweiten Verhandlungen mit den Zeitungsverlegern erhöhen. Die Verhandlungen sollen am kommenden Donnerstag in der zehnten Runde fortgesetzt werden.

    Die für die Frankfurter Rundschau arbeitenden Beschäftigten des Pressedienstes Frankfurt und ihre Kolleginnen und Kollegen der Societäts-Medien haben sich im Frankfurter DGB-Haus zu einer gemeinsamen Streikversammlung getroffen. Es ist der erste gemeinsame Streik von Journalistinnen und Journalisten der „Rundschau“ und der „Neuen Presse“.

    Ab 12 Uhr standen auch die Beschäftigten der Frankfurter Societäts-Druckerei und deren Tochterunternehmen Westdeutsche Verlagsdruckerei in Mörfelden im Streik. Sie streiken für einen neuen Lohntarifvertrag in der Druckindustrie. Die Verhandlungen mit den Druck-Arbeitgebern werden am 14. April in Berlin in fünfter Runde fortgesetzt.