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    Auch Freie dürfen streiken

    Auch Freie dürfen streiken

    5,5 % Honorar- und Pauschalen-Erhöhung! 

    Die Tarifverhandlungen mit den Zeitungsverlegern haben begonnen und auch freie Journalistinnen und Journalisten an Tageszeitungen sind mit dabei. Denn die Forderung der dju in ver.di gilt natürlich auch für Freie: Die Zeilenhonorare und die Pauschalen müssen um 5,5 % erhöht werden!

    Für Freie gibt es den "Tarifvertrag für arbeit­nehmerähnliche freie Journalistinnen und Journalisten an Tageszeitungen", den nach dem §12a des Tarifvertragsgesetzes so genannten 12a-Tarifvertrag. Die Honorare wurden in der Tarifrunde 2011 mit zweimal je 2 % ab Oktober 2011 und August 2012 erhöht. Die dju in ver.di besteht auch in dieser Tarifrunde darauf, dass es erst zu einem Tarifabschluss für angestellte Redakteurinnen und Redakteure kommt, wenn es auch ein entsprechendes Ergebnis für Honorarerhöhungen gibt. In diesem Jahr ist das zusätzliche Ziel eine verbindliche Anpassung der Pauschalen, denn dies ist In der Vergangenheit trotz Tariferhöhungen oft unterblieben, während die Zahl der Pauschlisten immer größer wird. Für die dju in ver.di ist dieser Schulterschluss von Festen und Freien ein wichtiges Signal der Solidarität in einer gemeinsamen Tarifrunde: Wir lassen uns nicht auseinander dividieren.

    Schon 2011 haben wir gezeigt: Feste und Freie können gemeinsam streiken und erfolgreich dabei sein.

    „Aber die Honorartöpfe bleiben doch konstant!“, ist ein oft gehörter Einwand. Klar ist allerdings auch: Ohne Tariferhöhung wird es mit Sicherheit keine größeren Honorar-Budgets geben. Nur wenn wir Honorarerhöhungen durchsetzen, wird  es auch zu einer Diskussion und Forderung zur Budgetanpassung kommen. Und die Erhöhung der Budgets ist leider kein zulässiger Streikgrund, Honorarerhöhungen hingegen schon.

    Auch wenn manche Verleger in der Ver­gangenheit immer wieder versucht haben, Freie als „Streikbrecher“ einzusetzen: Es lohnt sich langfristig  nicht, in der heißen Phase des Tarifkonflikts kurzfristig "einzuspringen", nur damit die Zeitung erscheint. Wenn es zum Streik kommen sollte, sind alle gefragt – die Festen genauso wie die Freien. Und auch für freie Kolleginnen und Kollegen gibt es im Streik eine finanzielle Streikunterstützung, die sich aus dem Gewerkschaftsbeitrag und Anzahl der Einsatztage errechnet.

    Einfach nachrechnen: https://streikgeldrechner.verdi.de/

    Viele gute Gründe im Streik Geschlossenheit zu zeigen. Feste und Freie für 5,5 % mehr Geld – auch für Freie!