Nachrichten

    Weihnachtsgeld fällt nicht vom Himmel

    Weihnachtsgeld fällt nicht vom Himmel

    Gute Leute
Gute Arbeit 
Gutes Geld ver.di Gute Leute  – Gute Leute Gute Arbeit Gutes Geld

    dju-Tarifkommission stellt heute Forderungen für Verhandlungen 2016 auf

    Geschenke und Schokolade kommen vielleicht vom Weihnachtsmann – Das Weihnachtsgeld mit Sicherheit nicht! Alle Jahre wieder und in den Kassen und auf den Konten rieselt und klingelt es sanft, aber nicht, weil Tarifverträge, in denen die „Jahresleistung“, sprich das Weihnachtsgeld geregelt ist, vom Himmel fallen!

    Nein, das Weihnachtsgeld wird erkämpft und erstritten von Kolleginnen und Kollegen für Kolleginnen und Kollegen. Auch in den Redaktionen. Im letzten Tarifergebnis haben wir, weil die Verleger den Manteltarifvertrag gekündigt und massive Verschlechterungen gefordert haben, zugestimmt, dass das Weihnachtsgeld weniger wird und den Verlust über die vereinbarten Honorar- und Gehaltssteigerungen von insgesamt 3,6 Prozent ausgeglichen. Mit diesem Verzicht haben wir einiges erreicht, auch weil wir mit Streiks für unsere Ziele und gegen die Arbeitsgeberforderungen gekämpft haben: Die Online-Redakteurinnen und –Redakteure sind nun endlich im Geltungsbereich der Tarifverträge für die Tageszeitungsredaktionen, ab Mitte 2016 auch im Manteltarifvertrag und erstmals haben wir auch eine Effektiverhöhung für die Pauschalisten-Honorare durchgesetzt.

    Aber auch das waren keine Geschenke, sondern eben bezahlt mit Abstrichen, bei besagter Jahresleistung und beim Urlaubsgeld. Ein Minus von 0,36 Prozent macht das jährlich aus. Die Zahl behalten wir im Sinn. Denn im nächsten Jahr steht uns eine reine Gehaltsrunde ins Haus. Das heißt, der Manteltarifvertrag kann erst zu Ende 2018 gekündigt werden und uns droht damit nicht das Damoklesschwert von weiteren Verschlechterungen „im Handel“ gegen eine Erhöhung von Gehältern und Honoraren.

    Die dju-Tarifkommission stellt auf Grundlage der Diskussionen in den Ländern und unserer dju-Umfrage am 30. November ihre Forderungen auf und dann heißt es, diese gemeinsam durchzusetzen, wenn Anfang des kommenden Jahres die Verhandlungen beginnen und an Fahrt aufnehmen. Denn, so viel steht fest: Tarifverträge fallen nicht vom Himmel!