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    dju-Tarifkommission

    dju-Tarifkommission

    dju-Tarifkommission knüpft klare Erwartungen an die zehnte Tarifrunde für Zeitungsredaktionen

    Zur nächsten Verhandlungsrunde sollen sich die Verleger sortieren und bereit für ein Tarifergebnis mit Einkommensplus sein!

    Auch nach neun Verhandlungsrunden, zuletzt in einer zwölfstündigen Verhandlungsrunde vom 26. bis in die Nacht zum 27. März, konnte zwischen dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverlage (BDZV), der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di und dem DJV bisher kein Ergebnis für die rund 14.000 Redakteurinnen und Redakteure sowie die Pauschalisten und Freien bei Tageszeitungen gefunden werden. Die Verhandlungen waren am 27. März zur Beratung in den Gremien und ohne weitere Terminvereinbarung ausgesetzt worden.

    Die dju-Tarifkommission hat nun am Freitag, den 4. April, die eingeschlagene Richtung der eigenen Verhandlungskommission für die laufende Tarifrunde bekräftigt und die Fortsetzung der Verhandlung mit der Formulierung von klaren Erwartungen an den BDZV verbunden. Der Verlegerverband muss zunächst klären, für wen er überhaupt noch ein Mandat hat. Offensichtlich verliert der BDZV zunehmend seine Tariffähigkeit. Die Verlegerverbände im Norden lassen offen, ob sie überhaupt noch einen Tarifvertrag mittragen. Reihenweise werden derzeit tariflose Redaktionsgesellschaften gegründet - auch in Verlagen prominenter Verbandsrepräsentanten. Der BDZV redet vom Flächentarifvertrag - und zerstört ihn gleichzeitig durch tägliches Handeln.

    Aus dem Umfeld des Verlegerverbandes war in den vergangenen Tagen ein Spitzengespräch initiiert worden. Unsere Tarifkommission schlägt stattdessen vor, die Verabredung eines ordentlichen zehnten Verhandlungstermin vor. Mit einem solchen Verhandlungstermin verbindet das maßgebliche Tarifgremium der dju in ver.di, die klare Erwartung an den BDZV an ein deutlich verbessertes Angebot für einen Tarifabschluss. Dabei sind alle Themen, wie die vom BDZV geforderten Kürzungen von Tarifleistungen im MTV bei Urlaubsgeld, Jahresleistung und Urlaubsdauer aufgerufen, insbesondere erwartet die dju-Tarifkommission ein verbessertes Gehaltsangebot.

    Die dju in ver.di fordert für ein Ergebnis neben einer Gehalts- und Honorarsteigerung von 5,5 Prozent, die Einbeziehung von Onlinern und externen Redaktionsgesellschaften in den Geltungsbereich des Tarifergebnis, sowie die Übertragung von Tarifsteigerungen auf Pauschal-Honorare, die gegenüber freien Journalistinnen und Journalisten gezahlt werden.

    Für den Fall dass mit der BDZV-Verhandlungskommission kein tragfähiges Tarifergebnis zu erzielen ist, hat die dju-Tarifkommission, die dju-Verhandlungskommission dazu mandatiert, die Bildung von regionalen Tarifkommissionen - oder auch Tarifkommissionen für einzelne Verlage und Verlagsgruppen vorzubereiten.

    In jedem Fall wird die dju in ver.di über ein möglicherweise erzieltes Tarifergebnis vor dessen Abschluss eine Mitgliederbefragung durchführen. Sollte der BDZV auf einem nach Bundesländern differenziertem Tarifergebnis beharren, werden auch die dju-Mitglieder in besonders betroffenen Ländern separat zum Tarifergebnis befragt und über dessen Annahme entscheiden.