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    Schubkraft für die sechste Verhandlungsrunde

    Schubkraft für die sechste Verhandlungsrunde

    Rund 1000 Journalistinnen und Journalisten beteiligten sich an Streiks und Protesten

    Bewegung quer durch die Republik: Rund 1000 Kolleginnen und Kollegen in Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Thüringen, Baden-Württemberg und Bayern folgten heute dem Aufruf ihrer Gewerkschaft und beteiligten sich an Streiks und Protestaktionen, um der sechsten Verhandlungsrunde für die rund 14.000 Redakteurinnen und Redakteure sowie Freie bei Tageszeitungen Schubkraft zu verleihen.

    Sie machten sich auf den Weg, von Bielefeld nach Hannover und Minden, von Reutlingen nach München, von Frankfurt nach Darmstadt oder vom Arbeitsplatz vor die eigene Verlagstür. Erklärtes Ziel ihrer Reise und der vielfältigen Aktionen: Zeitgemäße Arbeitsbedingungen in den Redaktionen, die Onliner in den Tarif, nach Jahren des Reallohnverlustes spürbar mehr Geld im Portmonnee! Anlässlich einer Kundgebung auf dem Münchener Odeonsplatz erklärte der dju-Vorsitzende Ulrich Janßen vor über 600 Streikenden aus Bayern und Baden-Württemberg: „Wir Journalisten und Angestellte haben Lust auf ein gutes Produkt und leisten dafür mit Herzblut gute Arbeit. Aber dafür wollen wir auch fair bezahlt werden.“ Dafür werde die dju in ver.di bei den morgigen Verhandlungen mit ebendiesem Herzblut und journalistischem Mut kämpfen. Den vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger geforderten Kürzungen manteltariflicher Leistungen erteilte Uli Janßen eine klare Absage: „Die Verlegervertreter wollen nur eins: Personalkosten sofort und langfristig kürzen. Deshalb wollen sie unseren „Mantel“ durchlöchern. Und deshalb ist auch das, was sie ein „Angebot“ nennen - eine Gehaltserhöhung von 1,4 Prozent erst in 2015 und vorher eine Einmalzahlung, schlichtweg frech – Einmal abgesehen davon, dass selbst eine solch magere Gehaltssteigerung auf Grund des sogenannten Regionalisierungskonzepts der Verleger in weiten Teilen Deutschlands nicht gezahlt werden soll. Ein großer Teil von Kolleginnen und Kollegen, nicht nur in Nord- und Ostdeutschland, sollen nach dem Willen der Verleger bis auf Weiteres von jeder Gehaltsentwicklung abgeschnitten werden.“    

    Besuch von den Nachbarn

    Streikende Kolleginnen und Kollegen aus Nordrhein-Westfalen, der ans Nachbarland grenzenden Region Ostwestfalen/Lippe, und Niedersachsen demonstrierten auch gegen die Pläne des Madsack-Konzerns, durch das Zusammenlegen von Redaktionen Stellen abzubauen und journalistische Vielfalt zu vernichten. Sie trafen sich in Hannover vor dem Anzeiger-Hochhaus.        

    Pakete für Verleger

    Gemeinsam packten sie vor dem historischen Stammhaus von Madsack Pakete mit „Geschenken“ für die Verleger, mit denen diese zu einem Nachdenken über den Wert eines intakten Mantels angeregt werden sollen.    

    Noch bis 31. Dezember Mitglied werden- Tarifrechte sichern!
    Damit sicherst du dir die noch geltenden Regelungen aus dem Manteltarifvertrag, der zum Jahresende vom BDZV gekündigt wurde. Eine dju-Mitgliedschaft verschafft dir jetzt noch, auch über den Jahreswechsel hinaus in der Zeit der Nachwirkung des Tarifvertrages, weiterhin unmittelbare Rechtsansprüche auf alle Regelungen. Zum Beispiel volles Urlaubsgeld und Jahresleistung  oder auch die Urlaubsstaffel mit bis zu 34 Tagen. Deshalb rein in die Gewerkschaft! http://dju.verdi.de/rein
    Die Zeit bis zum Jahresende rennt. Bis dahin kannst du nicht nur dich selbst mit einer dju-Mitgliedschaft stärken, sondern alle gemeinsam bei der Auseinandersetzung um gute Arbeitsbedingungen in Zeitungsredaktionen. Denn Schutz und auch finanzielle Unterstützung im Streik ist für dju-Mitglieder selbstverständlich.