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    Das neue Printheft der M ist online

    Das neue Printheft der M ist online

    M 4/2017 Tablet: Fotolia / Trifonenko Ivan, Zeitung: Süddeutsche Zeitung, Retusche: M / Petra Dreßler M 4/2017

    Kein Mangel an neuen Aufgaben

    "Ein weiteres Jahr der Umbrüche und zahlreicher technischer Innovationen in der Medienbranche geht zu Ende. Globale Medienkonzerne à la Google & Co bauen ihre Marktmacht aus, deutsche Unternehmen versuchen, Schritt zu halten. Teilweise gelingt das, Wachstumsraten für die nächsten fünf Jahre werden prognostiziert", schreibt Redakteurin Karin Wenk in ihrem Editorial zur Dezemberausgabe des Printhefts von "M - Menschen Machen Medien".

    Jedoch betreffe das, so Karin Wenk, vorrangig den digitalen Bereich in Konzernen, die sich vom klassischen Printverlag zum Plattformplayer gemausert haben (S. 6–10). Da vor allem bei den Tageszeitungen der Auflagenschwund scheinbar unaufhaltsam voranschreitet, wird mit publizistischer Konzentration, Gemeinschaftsredaktionen, mehr Leser-Interaktion und Kooperationen, auch beim Vertrieb, gegengesteuert. All das ging 2017 wieder einher mit der Vernichtung von Arbeitsplätzen, Tarifflucht und weniger Interessenvertretung in ausgegliederten Betrieben. M – Menschen Machen Medien 4/2017 hat deshalb einige der größten deutschen Medienkonzerne „porträtiert“ (S. 12–16) Mit dem Blick in eine Madsack-Lokalredaktion werden Rationalisierungsfolgen konkret erlebbar (S.18/19). Das Red Bull Media House steht beispielhaft für einst medienfremde Konzerne aus dem In- und Ausland, die sich inzwischen erfolgreich auf dem Zeitschriften- und Rundfunkmarkt tummeln (S.17).

    Mit dem Spiegel begibt sich M auf die „Suche nach der Wahrheit“ (S. 20/21). Ein Lehrbeispiel, wie Berichterstattung nicht sein darf, gemessen an journalistischen Qualitätsstandards. Auf M Online wird die Geschichte um einen Artikel des Nachrichtenmagazins zur G20-Berichterstattung im Sommer in Hamburg noch ausführlicher dargestellt und dokumentiert

    Den Auftritt von M als aktuelle Online-Publikation sowie als Print-Magazin, das vier Mal im Jahr mit einem Themenschwerpunkt erscheint, gibt es nunmehr seit zwei Jahren. Die Resonanz ist durchweg positiv. Gleichwohl wollen wir beide Formate weiterentwickeln und hoffen dabei auch künftig auf die Mitarbeit von Autor_innen und Leser_innen durch konstruktive Kommentare sowie Themenvorschläge. Die ver.di-Zeitschrift Kunst und Kultur, neben M und Druck+Papier vom Fachbereich Medien, Kunst und Industrie herausge­geben, wird sich im kommenden Jahr verändern. In welche Richtung, das werden die Kunstfachgruppen entscheiden (S.5).

    "So wird es uns allen auch 2018 nicht an Herausforderungen und neuen Aufgaben mangeln", blickt Wenk voraus. Der erste Treff für Medienschaffende wird der Journalistentag „Under Pressure – Die Freiheit nehm ich dir“ am 20. Januar in Berlin sein.