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    dju-Tarifinfo zu den Zeitschriften

    dju-Tarifinfo zu den Zeitschriften

    ver.di fordert 4,5 Prozent mehr Geld, Verleger wollen Gegenforderungen durchsetzen, bevor Tariferhöhungen möglich sein sollen

    „Es ist Zeit für ein deutliches Gehaltsplus in Zeitschriften-Redaktionen und das ohne vorherige Gegenleistungen. Die letzte Tariferhöhung um 1,9 Prozent liegt 19 Monate zurück. In der Laufzeit des letzten Tarifabschlusses seit Oktober 2013 haben sich die Arbeitsbedingungen in den Redaktionen durch weniger Personal und weitere Anforderungen verschärft. Statt einer Anerkennung der steigenden Arbeitsbelastung durch bessere Entlohnung erwarten die Verleger aber zunächst strukturelle und damit auch finanzielle Einschränkungen von den Kolleginnen und Kollegen. In welcher Weise und Ausmaß wollten die Verleger in der ersten Verhandlungsunde nicht konkretisieren“, erklärte ver.di-Verhandlungsführer Matthias von Fintel.

    Statistik des Presseversorgungswerks Presseversorgungswerk Statistik des Presseversorgungswerks

    Am 24. Mai 2016 sind die Verhandlungen über Tariferhöhungen für Redakteurinnen und Redakteure an Zeitschriften gestartet. Die dju in ver.di fordert Tariferhöhungen um 4,5 Prozent. Die Zeitschriftenverleger haben diese Forderung zurück gewiesen und stellen Gegenforderungen. Erst wenn auch über die Berufsjahresstufen, die Anrechnung von Hochschulqualifikationen und über Volontärsgehälter verhandelt werde, seien überhaupt Tariferhöhungen möglich. Die Gewerkschaften haben diese Forderungen zurück gewiesen und den uneingeschränkten Anspruch auf Entgelterhöhungen unterstrichen.

     

    VDZ-Statistik VDZ VDZ-Statistik

    Die Zeitschriftenverlage bringen mit weniger Personal (seit 2000 etwa ein Drittel weniger) eine stetig wachsende Anzahl von Titeln auf den Markt (seit 2000 plus 36 Prozent), die Heftpreise steigen seit 2010 um acht Prozent. Die Beschäftigten in Zeitschriftenverlagen müssen mit weniger Personal mehr Arbeitsvolumen bewältigen. Der VDZ wirbt gegenüber Werbekunden und Leserschaft mit der journalistischen Qualität der Verlagsprodukte, die ihren Preis wert seien. Den Verlegern müssen ihre Beschäftigten dann auch Tariferhöhungen um 4,5 Prozent wert sein.