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    Einigung bei der VG Wort

    Einigung bei der VG Wort

    "Mit neuem Verteilungsplan gemeinsam in die Zukunft"

    Am Freitag und Samstag tagten in München die Gremien der VG WORT. Die wichtigsten Informationen und Beschlüsse aus der Mitgliederversammlung sind nachfolgend zusammengefasst.

    Geschäftsbericht 2016: Erfreulich hohe Einnahmen

    Die Erlöse aus der Wahrnehmung von Urheberrechten beliefen sich im Jahr 2016 auf insgesamt 184,71,32 Millionen Euro.
    Das ist das drittbeste Ergebnis in der 59jährigen Geschichte der VG WORT. Der Verwaltungsaufwand war sehr niedrig und lag bei lediglich 4,14 Prozent der Inlandserlöse.

    Ein besonders wichtiger Einnahmenbereich für die VG WORT ist die Gerätevergütung für gesetzlich erlaubte Vervielfältigungen von Schriftwerken („stehender Text“). Hier konnten im Jahr 2016 124,12 Millionen Euro erzielt werden, davon sind 61,67Millionen Euro Nachzahlungen für PC für denZeitraum 2001 bis 2007 („nach altem Recht“) enthalten.

    Alle Zahlen und wichtigen Informationen des vergangenen Jahres sind im Geschäftsbericht 2016 nachzulesen. Dieser ist auf der Startseite der  VG WORT www.vgwort.de veröffentlicht.

    Mit einem neuen Verteilungsplan gemeinsam in die Zukunft

    Schwerpunkt der diesjährigen Mitgliederversammlung am Samstag war die Beschlussfassung über den Verteilungsplan der VG WORT. Zum einen ging es um den zukünftigen Verteilungsplan, der ab dem Jahr 2017 gilt und damit erstmals für die Ausschüttungen in 2018 zur Anwendung kommt. Zum anderen wurde ein Übergangs- und Ergänzungsverteilungsplan im Hinblick auf die diesjährigen
    Ausschüttungen 2017 (für 2016)zur Abstimmung gestellt. Beide Verteilungspläne erhielten erfreulicherweise in allen sechs Berufsgruppen die notwendige Zweidrittelmehrheit.

    „Mit den neuen Verteilungsplanregelungen wurde die Grundlage dafür geschaffen, dass die VG WORT die gemeinsame – sehr erfolgreiche - Rechtewahrnehmung für Urheber und Verlage fortsetzen kann. Ein wichtiger Schritt in die Zukunft ist gelungen“, soäußerten sich die beiden geschäftsführenden Vorstände der VG WORT, Dr. Robert Staats und Rainer Just direkt nach der Sitzung.

    Der zukünftige Verteilungsplan setzt die gesetzlichen Vorgaben des 2016 in Kraft getretenen Verwertungsgesellschaftengesetzes (VGG) zur Verlegerbeteiligung um. Weiterhin wird im neuen Verteilungsplan auch die Anpassung einiger Aufteilungsquoten zu Gunsten der Urheber berücksichtigt.

    Ausschüttungen 2017

    Der Übergangs- und Ergänzungsverteilungsplan sieht für die Ausschüttungen in 2017 (für 2016) vor, dass bei gesetzlichen Vergütungsansprüchen die Autoren zunächst eine Abschlagszahlung erhalten. Danach können die Ausschüttungsempfänger bis zum 30.9.2017 entscheiden, ob ihr jeweiliger Verlag beteiligt werden soll und ggf. eine entsprechende Zustimmung gegenüber der VGWORT erklären. Erfolgt keine Zustimmungserklärung, erhält der Autor anschließend noch den zu 100 Prozent fehlenden Anteil
    auf der Grundlage der neuen Verteilungsplanregelungen. Stimmt der Autor der Verlegerbeteiligung zu, erhält der Verlag seinen Anteil auf der Grundlage der im Verteilungsplan festgelegten Quoten.

    Detaillierte Informationen zu den diesjährigen Ausschüttungsquoten sowie zum Stand der Rückforderungen gegenüber Verlagen werden in Kürze auf der Homepage veröffentlicht und mittels Newsletter ausgesandt.

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    Die Verwertungsgesellschaft WORT verwaltet treuhänderisch urheberrechtliche Nutzungsrechte und Vergütungsansprüche für mehr als 400.000 Autoren und über 10.000 Verlage in Deutschland.

    Dazu auch den aktuellen Bericht von Rüdiger Lühr  in M Online.