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    Die neue M Print ist da

    Die neue M Print ist da

    M Print 2/2016 M/Petra Dreßler M Print 2/2016

    Im Streaming-Zeitalter: Wie verändern digitale Plattformen die Medien?

    "Fernsehen ist nach wie vor das beliebteste Medium in Deutschland", schreibt die verantwortliche Redakteurin Karin Wenk in ihrem Editorial zur zweiten M Print in diesem Jahr 2016.

    Und weiter: >>Das belegen sämtliche Studien und Umfragen jüngster Zeit. So attestiert die SevenOne Media-Studie des ProSiebenSat.1-Vermarkters dem Fernsehen mit 80 Prozent die größte tägliche Reichweite der Medien. Es folgen Radio (65 Prozent) und Internet (63 Prozent). Aber die Faszination der Bewegtbilder zeigt sich heute in unterschiedlichen Formen. Vor allem die jüngere Generation entzieht sich mehr und mehr dem linearen Fernsehen, ist eigener Programmgestalter. Die Kurve für die Nutzung von Streeming-Diensten und Mediatheken steigt unaufhaltsam, wenn sie auch hierzulande nicht so steil abgeht, wie mitunter behauptet wird – gern in einem Atemzug mit der Feststellung: das herkömmliche Fernsehen, und die Zeitung gleich mit, seien tot.

    Fakt jedoch ist, überall, auf allen Geräten, zu jeder Zeit sowohl Filme als auch andere audiovisuelle Angebote zu empfangen, gehört besonders bei den bis Anfang 30-Jährigen zum täglichen Medien-Konsum. Interessant dabei, dass auch die Zahlungsbereitschaft dieser Generation für Video-on-Demand durchaus vorhanden ist. „Im Streaming-Zeitalter” angekommen – so der Themenschwerpunkt dieser aktuellen M-Ausgabe – sind folgerichtig auch der öffentlich-rechtliche und der private Rundfunk mit neuen Angeboten – speziell auch für junge Leute – und der zunehmenden Einbeziehung digitaler Plattformen. Eine immense Herausforderung für die Inhalte-Anbieter und für die konkrete journalistische Arbeit: Ist es sinnvoll und undifferenziert überhaupt zu bewältigen, den gesamten digitalen Bauchladen zu bedienen? In diesem Zusammenhang stellt M auch die Frage, ob Live-Videostreamings, Chatbot, Sensoren … schon Journalismus sind „oder ab welchem Veredlungsgrad dies Journalismus wird?” Auch der europäische Blick fehlt nicht. Denn Europa will auf der digitalen Bühne ganz vorn mitspielen und ist deshalb dabei, „EU-weit gleiche Bedingungen für Unternehmen im digitalen Raum zu schaffen und dort regulierend einzugreifen, wo Wettbewerb behindert wird”.<<

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