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    Lübecker Nachrichten: Protest bei der „Miteigentümerin“ SPD

    Lübecker Nachrichten: Protest bei der „Miteigentümerin“ SPD

    Protest in Lübeck ver.di Nord Protest in Lübeck

    Flugblattaktion bei der SPD-Konferenz

    Beschäftigte der Lübecker Nachrichten (LN) haben am Samstag, 8. Oktober, bei der SPD-Wahlkreiskonferenz in Lübeck im Rahmen einer ver.di-Aktion gegen den geplanten Stellenabbau und Tarifflucht bei den LN protestiert. Die Delegierten der SPD-Konferenz wurden zur Unterstützung aufgerufen – gerade weil die SPD zu 23 Prozent Miteigentümerin des Madsack-Konzerns ist, zu dem die LN gehören. Karin Luther, ver.di-Tarifkommission und Betriebsratsvorsitzende, bekam das Wort.

    Verteilt wurde ein Brief an die Delegierten, von ver.di Nord veröffentlicht.

    Hier der Wortlaut:

    „Den Lübecker Nachrichten als Verlag droht die Zerschlagung…
    Lesen Sie den Brief von Beschäftigten der Lübecker Nachrichten!

    Liebe SPD-Delegierte,

    Sie sind es gewohnt, dass LN-Reporter von Ihren Parteitagen berichten. Damit könnte bald Schluss
    sein. Denn die LN als eigenständige Regionalzeitung gibt es bald nicht mehr. Seit mehreren Jahren gehören die LN zum Madsack-Konzern in Hannover. Seit Herbst 2015/Jahresbeginn 2016 zu 100  Prozent.

    Den Lübecker Nachrichten als Verlag droht die Zerschlagung: Madsack besitzt zahlreiche Zeitungen und schafft jetzt die berühmten Synergieeffekte: Redaktionen und Verlagsabteilungen werden zentralisiert und aufgespalten.
    Bei den Lübecker Nachrichten werden 39 von 109 Stellen in der Redaktion bis Ende 2018 abgebaut. Im übrigen Verlagsbereich, Anzeigen, Vertrieb, Marketing, IT, Vorstufe müssen 13 Mitarbeiter in tariflose Gesellschaften wechseln.

    18 Mitarbeitern droht die Entlassung

    Fortlaufend beklagt der Betriebsrat, dass die Geschäftsführung die Mitbestimmung nicht ausreichend respektiert.
    Natürlich berichtet die Zeitung darüber nicht. Darum tun wir das jetzt, denn das sollen Sie wissen.
    Vor allem Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten geht das alles viel an: die SPD ist zu 23  Prozent am
    Madsack-Konzern und damit an den LN beteiligt.

    Unterstützen Sie uns im Kampf um unsere Arbeitsplätze!
    Beschäftigte der Lübecker Nachrichten!"